STANS: Bürger dürfen Alterspolitik mitgestalten

Was sind die Bedürfnisse der künftigen Senioren? Der Gemeinderat will 1000 ausgewählten Bürgern den Puls fühlen – mit einem Fragebogen.

Matthias Piazza
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Lukas Liem, Gregor Schwander und Walter Burch (von links) von der Projektgruppe «Alter 2030». (Bild Corinne Glanzmann)

Lukas Liem, Gregor Schwander und Walter Burch (von links) von der Projektgruppe «Alter 2030». (Bild Corinne Glanzmann)

Stans wächst. Auch weiterhin. Um rund 20 Prozent wird das Bevölkerungswachstum laut Prognose des Agglomerationsprogramms Nidwalden bis ins Jahr 2030 betragen. Demnach würden in rund 20 Jahren 9400 Personen im Nidwaldner Hauptort leben. Die Behörden sind gefordert – auch in der Alterspolitik. Denn die Menschen werden immer älter und die geburtenstarken Jahrgänge kommen ins Seniorenalter. Rund ein Fünftel ist dereinst 65 Jahre alt und älter. Oder in Zahlen ausgedrückt: 1590 Menschen leben 2030 in Stans, die zwischen 65 und 79 Jahre alt sind, 2011 waren es noch 906.

Eine ähnlich hohe Zunahme der Zahl wird auch bei den Über-80-Jährigen erwartet. Lebten 2011 338 Personen in diesem Alterssegment in Stans, werden es gemäss Prognose 2030 deren 697 sein. Damit wohnen auch immer mehr pflegebedürftige Menschen in Stans. Der Stanser Gemeinderat will sich für diese zukünftigen Herausforderungen rüsten. Und den Fokus in den nächsten Jahren auch auf die Alterspolitik legen. Den Startschuss zum Projekt «Alter 2030» bildet die Umfrage. In den nächsten Tagen erhalten 1000 zufällig ausgewählte 40- bis 104-jährige Stanserinnen und Stanser einen Fragebogen. «Damit wollen wir den Puls der Bevölkerung fühlen, herausfinden, welches die Bedürfnisse der heutigen und künftigen Senioren sind», erklärt CVP-Gemeinderat Gregor Schwander, Vorsteher des Ressorts Soziales und Gesundheit.