STANS: Chauffeur fährt 15 Tage ohne Ruhetag durch

Am Freitag hat die Kantonspolizei Nidwalden eine Reisecarkontrolle durchgeführt. Dabei hat sie auch die Einhaltung der Ruhezeitverordnung geprüft. Mehrere Fahrer hielten die Bestimmungen nicht ein. Ein Chauffeur arbeitete gar 15 Tage am Stück.

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Die Reisebusse und die Chauffeure müssen sich in Stans einer Kontrolle unterziehen. Einige dürfen aufgrund der Ergebnisse nicht weiterfahren. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Die Reisebusse und die Chauffeure müssen sich in Stans einer Kontrolle unterziehen. Einige dürfen aufgrund der Ergebnisse nicht weiterfahren. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Zwischen 16.30 und 21.00 Uhr hat die Kantonspolizei Nidwalden am Freitag in Stans eine Kontrolle von Reisecars durchgeführt. Während der Aktion kontrollierte die Polizei 10 Reisebusse hinsichtlich der Verkehrssicherheit und auch, ob die Chauffeure die Arbeits- und Ruhezeitverordnung eingehalten hatten. Dabei zeigte sich, dass mehrere Chauffeure dies nicht taten. Einer der Chauffeure hatte vor 59 Tagen seine letzte korrekte Wochenendruhezeit eingehalten und fuhr während dieser Zeit in einem Fall 15 Tage hintereinander ohne einen freien Tag.

3 von 10 Cars aus dem Verkehr gezogen

Von den zehn kontrollierten Bussen zog die Polizei mehrere Reisecars wegen «erheblicher Mängel» aus dem Verkehr. Ein Reisecar aus Rumänien konnte wegen einer defekten Bremse an der Hinterachse und einem abgelaufenen Reifen nicht weiter fahren. Zwei weitere im Ausland immatrikulierten Busse wurden ebenfalls wegen erheblicher Mängel an der Fahrzeugbereifung sowie wegen Treibstoffverlust an der Weiterfahrt gehindert.

Weiterfahrt mit Ersatzbussen

Die Chauffeure, welche die Ruhezeitverordnung nicht eingehalten hatten, wurden angezeigt und mussten ein Bussendepot hinterlegen. Sie können erst weiter fahren, wenn sie die Mängel behoben haben. Für den Weitertransport der Reisegruppen mussten Ersatzcars aufgeboten werden. Bei der Kontrolle unterstützten Mitarbeiter des Verkehrs- und Sicherheitszentrum OW/NW die Kantonspolizei Nidwalden. Die Chauffeure und die Reisenden wurden auch einer polizeilichen Kontrolle unterzogen.

pd/spe