STANS: Das Baugesetz kommt an die Urne

Die Nidwaldner Stimmberechtigten befinden am 28. September über das neue Baugesetz. Gegen dieses ist wegen neuen Vorschriften für das Bauen an Hängen das Referendum ergriffen worden.

Merken
Drucken
Teilen
Ennetbürgen: Dieses Haus wäre mit dem neuen Baugesetz wohl so nicht mehr realisierbar. Bild Markus von Rotz/Neue NZ

Ennetbürgen: Dieses Haus wäre mit dem neuen Baugesetz wohl so nicht mehr realisierbar. Bild Markus von Rotz/Neue NZ

Wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte, kam das Referendum mit 1005 Unterschriften zustande. Nötig sind 250 Unterschriften. Das neue Baugesetz war vom Landrat im Februar mit 44 zu 4 Stimmen beschlossen worden.

Bereits bei der Debatte im Landrat hatten Vertreter der Gemeinde Ennetbürgen das Referendum angekündigt. Ennetbürgen ist von den neuen Vorschriften für das Bauen am Hang besonders betroffen.

Neu müssen die Gemeinden bei Bauzonen in Hanglagen oder in landschaftlich empfindlichen Gebieten im Baureglement die maximale Gebäudehöhe in Metern festlegen. Sichtbar sein darf, neben den Vollgeschossen, höchstens noch ein Untergeschoss.

Heute ist es möglich, am Hang in einer zweigeschossigen Zone Häuser mit deutlich mehr Stockwerken zu errichten. Wie der Regierungsrat mitteilte, stoppt das neue Gesetz solche Auswüchse und schafft somit Rechtsgleichheit und -sicherheit.

Der Regierungsrat weist auch darauf hin, dass bei einer Ablehnung des Gesetzes wichtige andere Neuerungen zu Fall kommen, etwa bezüglich der Bewilligungsverfahren, der Baulandhortung und des energiebewussten Bauens.

sda