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STANS: Das neue Buch wartet auf Wanderer

Wandern ist bei Einheimischen genauso beliebt wie bei Touristen. Deshalb hat das Buch «Wandern in Nidwalden +» das Zeug zum Bestseller.
Romano Cuonz
Freude über den neuen Wanderführer herrscht bei Fotograf Markus Ziegler und Autor Klaus Odermatt wie auch beim alten und neuen Präsidenten der Nidwaldner Wanderwege, Bruno Weber und Hans Graber (von links). (Bild Romano Cuonz)

Freude über den neuen Wanderführer herrscht bei Fotograf Markus Ziegler und Autor Klaus Odermatt wie auch beim alten und neuen Präsidenten der Nidwaldner Wanderwege, Bruno Weber und Hans Graber (von links). (Bild Romano Cuonz)

Romano Cuonz

«Gemäss einer Studie gibt in der Zentralschweiz die Hälfte der Bevölkerung Wandern als Hobby an, das ist der höchste Anteil in der ganzen Schweiz», sagte Nidwaldens Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger vor gegen 200 Wanderfreunden im Stanser Pestalozzi-Saal. Und weil dies so ist, freute sich der Politiker sichtlich, als der Präsident der Nidwaldner Wanderwege, Bruno Weber, gerade ihm das erste von 3000 nigelnagelneuen Büchern «Wandern in Nidwalden +» überreichte.

Passt in jeden Rucksack

Filliger fand in seiner Laudatio fürs gelungene Werk viele lobende Worte. «Ja, Wandern boomt», sagte er. «Dies sicher auch, weil es ein vielseitiger und leicht zugänglicher Sport ist, an dem Jung und Alt, Arm und Reich teilnehmen können.» Das neue Wanderbuch beweise einmal mehr: Nidwalden «zwischä See und hechä Bärgä» sei mit einem Wanderwegnetz von 600 Kilometern und einem Angebot von 52 Wanderungen geradezu prädestiniert als Ausgangspunkt für einheimische Wanderer und Touristen. Besonders sagte Filliger auch das handliche Format des lesefreundlichen neuen Büchleins zu: «Es passt in jeden Rucksack und bietet mit prächtigen Bildern und genauen Tourenbeschreibungen Wandervorschläge für routinierte Berggänger wie für Anfänger, für Einheimische wie für auswärtige Gäste.» Selbst historische Hintergrundinformationen zu den einzelnen Orten beinhalte das neue Buch. In einer Befragung hätten Gäste die Qualität der Wanderwege in Nidwalden als sehr gut beurteilt, hielt Othmar Filliger fest. Dafür gebühre in erster Linie dem Verein Nidwaldner Wanderwege und der Fachstelle des Kantons viel Dank.

In drei Punkten werde der volkswirtschaftliche Nutzen augenscheinlich, meinte Filliger: «Wanderwege dienen der Gesundheit unserer Bevölkerung. Touristen geben Geld aus für Verpflegung, Transporte und Übernachtungen. Das einheimische Baugewerbe profitiert von Aufträgen.» Genau da schliesse das neue Buch eine Lücke. Es sei gleichermassen ein Marketing-Instrument wie ein schönes Souvenir für wanderfreudige Gäste. «Kurz und gut, ein Werbeträger für unser Nidwalden!»

Texter, Fotograf und Hund

Der Mann, der die Realisierung dieses immerhin 80 000 Franken teuren Werks mit grossem Einsatz vorangetrieben hat, ist Vereinspräsident Bruno Weber. An der Vernissage aber überliess er das Erzählen Autor Klaus Odermatt und dem Fotografen Markus Ziegler. «Wandern heisst gemächlich unterwegs sein, und es lässt den Augen Zeit zum Schauen, den Ohren Zeit zum Hören, der Nase Zeit zum Riechen und dem Mund Zeit zum Reden», meinte Odermatt. Dem trage auch das Buch mit kurzen, langen, flachen, steilen, leichten und strengen Wanderungen Rechnung.

Odermatt hat die Wanderungen für das Buch während Jahren alle selber gemacht. Aufgegliedert hat er Nidwalden in sechs Gebiete. Jedes von ihnen mit eigenem Reiz: Lopper-Pilatus, Bürgenberg, Stans-Ennetmoos, Stanserhorn-Engelberg, Engelberg-Buochserhorn und Klewenalp-Niederbauen-Brennwald. Übrigens: Das Pluszeichen hinter dem Buchtitel bezieht sich auf die Tatsache, dass die Autoren vor Grenzen zu Obwalden, Uri und Luzern nicht Halt gemacht haben. Geradezu abenteuerlich und oft amüsant waren die Erlebnisse, die der ausgezeichnete Fotograf Markus Ziegler beim Wandern hatte: Einmal konnten er und sein treuer Begleiter, der Jagdhund Umbra, sich am Lopper vor einem wütenden Schwan nur auf allen vieren retten. Am Gerzensee gab es für den Störenfried von einem älteren Paar Schimpfe. Ganz im Gegensatz dazu stellte eine Stanser Bauernfrau gar Geranienstöcke vors Haus, als er die Kamera zückte. Alles in allem bestätigten beide Autoren: «Nur wo du zu Fuss warst, bist du auch wirklich gewesen!»

Hinweis

Das Wanderbuch kostet 26 Franken. Infos: www.nw-wanderwege.ch

Stabsübergabe im Verein

Versammlung cuo. Nicht weniger als 170 von insgesamt 950 Mitgliedern der Nidwaldner Wanderwege waren dabei, als der hoch verdiente Präsident Bruno Weber nach 13 Jahren im Vorstand und 12 Jahren als Präsident den «Wanderstab» seinem Nachfolger Hans Graber übergab.

Bruno Weber wird Ehrenmitglied
Graber, der neu im Vorstand Einsitz nimmt, stammt aus dem Entlebuch und wohnt heute in Stans. Seit Jahren engagiert er sich als Wanderleiter. «Er ist bodenständig, liebt die Natur und besitzt Führungsqualitäten», lobte Vorgänger Bruno Weber. Weber wurde für sein langjähriges Engagement mit grossem Applaus zum Ehrenmitglied gewählt. Neu im Vorstand des Vereins wird auch der Stanser Mark Langenegger, aktiver Outdoor-Sportler, mitarbeiten. Grossen Dank der Wanderfreunde ernteten Ehrenmitglied Maja Meder fürs Ordnen der Akten und Kobi Scheuber (Ennetmoos), Toni Barmettler (Ennetbürgen) und Rolf Amstad (Beckenried) für ihren langjährigen Einsatz. Auch Landratspräsident Conrad Wagner dankte dem Verein und anerkannte seinen grossen Nutzen für Volkswirtschaft und Tourismus.

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