STANS: «Der Dorfkern ist zu einer Randfigur geworden»

Der Nidwaldner Hauptort befindet sich in einem siedlungs­baulichen Umbruch. Entwicklungen gelte es zu hinterfragen.

Matthias Piazza
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Die Nägeligasse im alten Stanser Dorfkern. (Archivbild Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Nägeligasse im alten Stanser Dorfkern. (Archivbild Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Claus Niederberger, der Architekt und ehemalige Denkmalpfleger des Kantons Luzern, 1946 geboren und in Stans/Oberdorf aufgewachsen, warf in seinem Vortrag in Stans einen kritischen Blick auf die Entwicklung des Nidwaldner Hauptortes. Der alte Dorfkern verliere in wachsendem Masse seine Bedeutung als Kern des Ortes und als regionales Zentrum des Kantones.

«Stans und Nidwalden sind so sehr gewachsen, dass der alte Dorfkern die heutigen räumlichen und funktionalen Anforderungen und Ansprüche an ein gut funktionierendes Gemeinde- und Kantonszentrum nicht mehr im bestehenden Ortskern allein erfüllen kann.» Die neuen kommerziellen Einkaufszentren am Rand der Siedlung könnten niemals die komplexe Nutzungs- und Erlebnisvielfalt des über Jahrhunderte gewachsenen Orts- und Regionalzentrums Nidwalden im Stanser Ortskern ersetzen, war für Niederberger klar.