STANS: Der mysteriöse Sultan aus dem Morgenland

Ein Sultan steht erhaben auf dem Stanser Dorfplatz: Das zieht viele Blicke auf sich. Hinter der Maske steckt aber kein orientalischer Herrscher, sondern ein Stanser mit dem bürgerlichen Namen Martin Kayser (46).

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Martin Kayser am Kinderumzug in Stans. (Bild: André A. Niederberger (Stans, 27. Februar 2017))

Martin Kayser am Kinderumzug in Stans. (Bild: André A. Niederberger (Stans, 27. Februar 2017))

Er ist einer der fünfköpfigen Fasnachtsgruppe Jä-Ja, welche 1992 gegründet wurde. Seit 25 Jahren präsentiert sich die Stanser Fasnachtsgruppe alljährlich mit einem anderen Fasnachtsmotto, das dieses Jahr «1001 Nacht» heisst. So war die Figur des Sultans natürlich naheliegend. «Schon das Basteln der Grinde im Vorfeld der Fasnacht war sehr motivierend und spassig», sagt Martin Kayser. Und das alle Jahre wieder. Kayser ist Gründungsmitglied der Gruppe Jä-Ja, zusammen mit Adrian Halter, der ebenfalls noch aktiv ist. Letztes Jahr hiess ihr Motto «Mumie», vor zwei Jahren «Planet der Affen» und vor 25 Jahren «Höhlenbewohner».

Auch das 25. Jubiläum wurde zünftig gefeiert

«Wir erhielten viele positive Reaktionen», sagt Martin Kayser. Sie waren ja auch schon lange unterwegs. Bereits am Mittwoch vor dem Schmutzigen Donnerstag starteten sie die Fasnacht mit einer sogenannten Henkersmahlzeit im «Engel» in Stans. Es folgte der Donnerstag mit einer enormen Präsenz, und auch am Freitag und Samstag standen mehrere Anlässe auf dem Programm, so auch die Teilnahme an der Luzerner Fasnacht. Dieses Jahr kam zusätzlich noch die Jubiläumsparty «25 Jahre Jä-Ja» dazu, welche am Freitag im Zelt vor dem «Sternen» in Stans gefeiert wurde. «Unser Motto und unsere Grinden kamen überall gut an», sagt Kayser. Dies, auch wenn trotz dem Motto auf ein eigenes Harem verzichtet wurde. Martin Kayser arbeitet als Bauchef bei der Gemeinde Oberdorf. Pikantes Detail: Im zivilen Leben ist Frohsinnmutter Judith seine Chefin, da sie auch Gemeindepräsidentin von Oberdorf ist. Aber an der Fasnacht ist bekanntlich alles ein bisschen anders, und Hierarchien sind auf den Kopf gestellt. Für ein paar Tage regierte nun der Sultan auf ­seine Weise.

 

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch