STANS: Deutet Bretterfassade auf baldigen Bau hin?

Die angebrachten Bretter lassen vermuten, dass es mit dem Abbruch der beiden Häuser losgehen könnte. Doch dem ist nicht so.

Philipp Unterschütz
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Zeichen des Stillstands: Die Parterre-Etagen der Häuser am Dorfplatz 4 und 5 in Stans sind mit Brettern verkleidet. (Bild Philipp Unterschütz)

Zeichen des Stillstands: Die Parterre-Etagen der Häuser am Dorfplatz 4 und 5 in Stans sind mit Brettern verkleidet. (Bild Philipp Unterschütz)

Philipp Unterschütz

Die Brettverschalung, die seit kurzem am Erdgeschoss der beiden Häuser am Dorfplatz 4 und 5 in Stans angebracht ist, hat nichts mit einem baldigen Baustart zu tun. «Wir haben die Holzwand nur als Schutz angebracht, damit nicht etwa Schaufenster oder Glastüren zu Bruch gehen. In den Häusern sind seit längerem keine Mieter mehr untergebracht», erklärt Herbert Würsch, der mit Erich Amstutz die Parzelle besitzt.

Heimatschutz mit Beschwerde

Eigentlich möchten die beiden seit Jahren die Gebäude abreissen, um einen Neubau zu erstellen. Nach langem Hin und Her, ob die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden sollen oder nicht, gab schliesslich die Regierung im November des vergangenen Jahres grünes Licht zum Abriss (wir berichteten). «Gegen diesen Entscheid haben Nidwaldner, Innerschweizer und Schweizer Heimatschutz Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben», sagt Herbert Würsch auf Anfrage unserer Zeitung. Wie lange es dauere, bis der Fall dort abgeschlossen werde, könne er nicht sagen. Und auch wenn das Verwaltungsgericht den Entscheid der Regierung stützen würde, sei offen, ob die Einsprecher den Fall an die nächste Instanz weiterziehen. Gut möglich also, dass die Bretterfassade noch länger zum Bild des Dorfplatzes gehört.