Stans
Die Bäume beim Kollegi-Sportplatz dürfen stehen bleiben

Der Widerstand hat gefruchtet. Die beiden Platanen beim Kollegi-Sportplatz fallen nicht der Motorsäge zum Opfer.

Matthias Piazza
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Die zwei Platanen beim Stanser Kollegi-Sportplatz.

Die zwei Platanen beim Stanser Kollegi-Sportplatz.

Bild: Matthias Piazza (Stans, 9. März 2022)

Zwei Platanen schmücken den Stanser Kollegi-Sportplatz am südwestlichen Ende. Und sie dürfen auch bleiben. Dank eines Dutzends Einwendungen von Anwohnenden. Sie hatten sich im Sommer 2020 gegen das Vorhaben des Kantons gewehrt, die zwei Bäume einer Erweiterung des benachbarten Parkplatzes zu opfern. Sie befürchteten etwa mehr Suchverkehr in der Mürgstrasse und der Schmiedgasse. Auf Ablehnung waren die Pläne auch beim Verkehrsclub der Schweiz (VCS) gestossen. Er sprach von einem denkbar ungünstigen Standort des Parkplatzes wegen der Zufahrt über die Schmiedgasse, einem schmalen Strässchen aus dem Mittelalter, das überhaupt nicht auf den Autoverkehr ausgelegt sei. Diese Probleme würden sich beim Ausbau des Parkplatzes verschärfen. Auch die Grünen wehrten sich.

«Die neue Leitung des Heizverbundes Kniri konnte dank eines abgeänderten Verlaufs realisiert werden, ohne die Bäume fällen zu müssen», erklärt der Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger. Daraufhin sei man auch bei den Parkplätzen über die Bücher gegangen. Ob die drei Parkplätze, die dem neuen Fuss- und Veloweg zum Opfer fielen, kompensiert werden, sei noch offen. Auf zusätzliche Parkplätze fürs Culinarium Alpinum im ehemaligen Kapuzinerkloster werde voraussichtlich verzichtet. Definitiv entschieden sei aber noch nichts.

Fällen wäre ein Tabu gewesen

«Der Einsatz für den Erhalt dieser wertvollen, gut vierzigjährigen Platanen hat sich also gelohnt», freut sich auf Anfrage Verena Zemp, die sich als Leiterin der Grünen Stans engagierte. «Der Gedanke, dass diese schönen Bäume gefällt werden müssen, hätte mich geschmerzt.» Gerade in Zeiten des Klimaschutzes sei es in einer Gemeinde, welche das Label Energiestadt Gold trage, ein Tabu, das beliebte und dank der Bäume schattige Plätzchen zu opfern.

Der Entscheid ist auch im Sinne jener Leserinnen und Leser, die an der im Juni 2020 lancierten Onlineumfrage unserer Zeitung teilgenommen hatten. 55 Prozent sprachen sich damals für den Erhalt der beiden Platanen aus.