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STANS: Die Mysterien der Menschheit sind geklärt

Am Freitag fand im Chäslager eine Lesung der besonderen Art statt. «Warum haben Bananen immer die Nummer 1?» heisst das neue Buch einer Innerschweizer Autorengruppe, die Mysterien der Menschheit aufklärt.
Carina Odermatt
Die Autoren David Bucher, Eveline Marberger, Christoph Schwörer und Marc Menz sowie die Illustratorin Diana Schreiber (von links) taufen im Chäslager ihr neues Buch «Warum haben Bananen immer die Nummer 1?». (Bild: Carina Odermatt (Stans, 29. September 2017))

Die Autoren David Bucher, Eveline Marberger, Christoph Schwörer und Marc Menz sowie die Illustratorin Diana Schreiber (von links) taufen im Chäslager ihr neues Buch «Warum haben Bananen immer die Nummer 1?». (Bild: Carina Odermatt (Stans, 29. September 2017))

Carina Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Klick klack, klick klack, ein schwarzer Vorhang fällt. Vier einfallsreiche Köpfe kommen zum Vorschein, die wie wild in alte Schreibmaschinen tippen, und eine Illustratorin malt an einer Staffelei. Mystischer Rauch belebt die Kulisse, bevor sich der Vorhang wieder schliesst. Den Zuschauern im Chäslager wurde soeben ein Einblick ins Büro für Erklärungsnotstände gewährt. So sieht das aus, wenn David Bucher, Eveline Marberger (Grosswangen), Christoph Schwörer (Sursee, in Bern wohnhaft) und Marc Menz (Luzern) mal wieder Forschungen über Alltagsmysterien betreiben. Die vier Autoren nehmen sich aller dringenden Fragen an, mögen sie noch so ausgefallen oder unlösbar erscheinen. Noch viel ausgefallener sind jedoch die Geschichten, mit denen die Forscher sie beantworten. Sie haben nicht den geringsten Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit und sind wohl gerade deshalb so interessant. Aus den Geschichten entstanden zwei Bücher mit Illustrationen der Altdorferin Diana Schreiber. «Warum haben Bananen immer die Nummer 1?» heisst ihre Neuerscheinung, die am Freitag im Chäslager getauft wurde.

Smartphones sind schlecht für die Kreativität

«Ich bin ein Bhaupti», gibt der Stanser David Bucher offen und ehrlich zu. «Ich diskutiere gerne mit anderen über Dinge, die ich gar nicht weiss. Dadurch entstehen oft sehr spannende Gespräche», erzählt der Autor. Leider werden diese Diskussionen im Zeitalter des Smartphones allzu oft im Keim erstickt, indem man in dreissig Sekunden alle Fakten im Internet überprüft. Dabei gehe viel Kreativität verloren, bedauert Bucher. Ihm scheint sie auf jeden Fall nicht zu fehlen. Neben seiner Forschungsarbeit im Büro für Erklärungsnotstände ist er unter anderem als Bassist bei der Gin-Folk-Band Buschi und Anni und als Hausmann tätig. «Ich habe schon immer gerne geschrieben, obwohl mir das früher bei Aufsätzen eher schlecht gelang. Meine wahre Passion ist aber das Geschichtenerzählen», erzählt Bucher. Die grösste Arbeit sei das Ausdenken der Geschichten. Das ziehe sich oft über Tage hin, etwa während er mit Wäscheaufhängen beschäftigt sei. «Das Aufschreiben ist dann nur noch eine kurze Sache.»

Geschichten mit ungeahnten Wendungen

Das Büro für Erklärungsnotstände entstand vor sieben Jahren aufgrund eines Mangels an Alkohol. Die vier Innerschweizer Autoren waren wegen (oder dank) eines Gewitters in einem Sirupzelt gefangen und mussten sich die Zeit bis zum nächsten Bierhahn verkürzen. Also begannen sie, mit kreativen Geschichten die ungelösten Mysterien der Menschheit zu beantworten. Die Freude daran hat sich gehalten, sodass sie ihre Geschichten aufschrieben und bald ihr erstes Buch im Eigenverlag veröffentlichten. Es wurde ein grosser Erfolg, und auch ihr zweites Buch, das nun im Knapp-Verlag erscheint, strotzt vor Einfallsreichtum und Witz. «Warum schmecken alle Smarties gleich lecker ausser die roten? Was hat das Ohr mit einer Feige zu tun? Warum stehen neben Parkplätzen immer Steine, die man bei der Ausfahrt kaum sieht?», sind nur einige der Fragen, denen das Büro für Erklärungsnotstände in seinem neuen Buch auf den Grund geht. Die Geschichten gehen oft viele Jahre zurück und nehmen ungeahnte Wendungen.

Die Lesung im Chäslager nennen die vier ein «kulturelles Spektakel», denn nebst witzigen Geschichten gab es auch Jazzmusik von Dominik Flaig aus Ebikon. Auch an Globi, Roger Federer und Doris Leuthard haben die Autoren eine Einladung geschickt, doch sie alle hatten einen platzenden Terminkalender. Die Bundespräsidentin schickte wenigstens eine freundliche Absage. Auch ohne Prominenz wurde es ein sehr gelungener Abend mit viel Witz, an dem sich manch einer wohl fragte, was vom Gesagten nun wahr und was geflunkert war.

Hinweis

Das Buch «Warum haben Bananen immer die Nummer 1?» erscheint diesen Herbst im Knapp-Verlag. Weitere Informationen finden sich unter: www.erklaerungsnotstand.ch.

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