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STANS: Die Nidwaldner Kantonalbank vergibt mehr Kredite

Die Nidwaldner Kantonalbank erzielte 2017 ein solides Ergebnis. Auf dem Hypothekarmarkt baute sie ihre Leaderstellung aus. Dort lauert indes immer mehr branchenfremde Konkurrenz.
Rainer Rickenbach
Die Führungsspitze der NKB: (von links) Philipp Müller, Christian Waser und Heinrich Leuthard. (Bild: Pius Amrein (Stans, 28. Januar 2016))

Die Führungsspitze der NKB: (von links) Philipp Müller, Christian Waser und Heinrich Leuthard. (Bild: Pius Amrein (Stans, 28. Januar 2016))

Rainer Rickenbach

Bankratspräsident Christian Waser sprach am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz von einem «guten, soliden Ergebnis». Die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) erreichte 2017 mit einem Jahresgewinn von 15,6 Millionen Franken exakt die Vorjahresmarke. Wären wegen der Investitionen in die Empfangshalle am Hauptsitz und des digitalen Angebots nicht aussergewöhnlich hohe Abschreibungen notwendig gewesen, hätte die Bank den Gewinn von 2016 um 800000 Franken übertrumpft (siehe Kasten). «Wir waren operativ erfolgreich unterwegs, hatten jedoch mehr Investitionen zu verkraften», sagte Bankdirektor Heinrich Leuthard.

In ihrem Kerngeschäft mit den Hypothekarkrediten und Unternehmensdarlehen legten die Nidwaldner im zurückliegenden Jahr um fast 150 Millionen oder 4,1 Prozent zu. Steigerungen in dieser Grössenordnung sind indes in nächster Zeit nicht mehr zu erwarten. Zum einen zahlen viele KMU dank guter Liquidität und Konjunkturlage ihre Kredite schneller zurück, als sie müssten, zum andern weicht der Bauboom immer mehr der Baunormalität. «Dieses Jahr werden noch ein paar grosse Bauvorhaben realisiert. Danach beruhigt sich der Neubaumarkt. Es ist aber eine Verlagerung in die Sanierung bestehender Wohnliegenschaften festzustellen», so Waser.

Wettbewerb mit ungleich langen Spiessen

Im Immobilien-Kreditgeschäft sehen sich die Banken zusehends von Versicherungen und Pensionskassen bedrängt, die auf verzweifelter Suche nach zuverlässiger Rendite auch Hypothekarkredite vergeben. Sei es direkt an Wohneigentumskäufer oder über speziell dafür eingerichtete Fonds. Das sei auch in Nidwalden zunehmend der Fall, sagt Direktor Leuthard. Er verfolgt den Auftritt der institutionellen Anleger auf dem Hypothekarmarkt mit Skepsis. «Wir scheuen Konkurrenz nicht. Doch es ist ein Wettbewerb mit ungleich langen Spiessen. Pensionskassen und Versicherungen sind im Immobilienkreditgeschäft nicht dem Regime der Finanzaufsichtsbehörde unterstellt und darum auch nicht an ihre Marktregeln gebunden», sagt er.

Gemeint ist damit: Für die Versicherungen und Pensionskassen gelten einfachere Refinanzierungsvorschriften. Das verschafft ihnen den Spielraum, die Kredite zu günstigeren Bedingungen anzubieten. Wie reagiert die Nidwaldner Kantonalbank auf die neuen Wettbewerber? Leuthard: «Wir stellen die Kundenberatung noch stärker in den Vordergrund.» Trotz der neuen Player steht die Kantonalbank im Hypothekargeschäft gut da. Ein wichtiges Indiz dafür: Die Bankkunden haben inzwischen die letzten Immobilienkredite erneuert, die vor acht oder zehn Jahren noch mit oft doppelt so hohen Zinsen als heute üblich abgeschlossen wurden. Im Zinsdifferenzgeschäft ist es für die Banken dadurch noch enger geworden. Bankdirektor Leuthard: «Es gelang uns, diese Einbusse zu verkraften. Die Zinseinnahmen stiegen trotzdem weiter.»

Für Nidwalden erwartet Bankratspräsident Waser eine sanfte Landung nach Ausklingen des Baubooms. «Die Immobilienpreise sind hier seit 1998 weniger stark in die Höhe geschossen, als es im schweizerischen Durchschnitt der Fall war.»

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