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STANS: Die Strickliesel setzte sich demokratisch durch

Die Ratatouilles glänzten als Stricklieseln. Die eingeschworene Familien­bande gehört seit Jahrzehnten zur Stanser Fasnacht.
Matthias Piazza
Alle Generationen vereint: die Ratatouilles an der Stanser Kinderfasnacht. (Bild André A. Niederberger)

Alle Generationen vereint: die Ratatouilles an der Stanser Kinderfasnacht. (Bild André A. Niederberger)

Bunte Stricklieseln hüpfen am Montagnachmittag in der Nägeligasse fröhlich um ihren Wagen und können kaum warten, bis es endlich losgeht mit dem Kinderumzug. Sie gehören zu den Ratatouilles. Die Gruppe, nach dem geschmorten Gemüsegericht aus Südfrankreich benannt, ist sozusagen zu einem Kulturgut der Stanser Fasnacht geworden, zu einer Institution, sagen zumindest Kenner der Szene. Kein Wunder. Seit ihrer Gründung 1973 mischt die originelle Clique die Stanser Fasnacht auf. Und mit dem Nachwuchs wurde auch die Gruppe immer grösser. Denn ihre Mitglieder sind fast ausnahmslos miteinander verwandt. Es sind dies Marlies Huber mit ihrem Mann Klaus und deren Kinder und Grosskinder. «Wir sind ein Mehrgenerationenprojekt», lachte die 64-jährige Grossmutter. Vom kleinsten Knirps bis zum Grosi sind alle mit von der Partie an den närrischen Tagen. Das Fasnachtsvirus werde sozusagen von Generation zu Generation weitervererbt. Ihre Eltern seien schon in einer Guugge gewesen und sie selber an der Fasnacht, seit sie zehn Jahre alt sei, ohne je ein Jahr auszulassen. Und der Nachwuchs sei jeweils in die Fasnacht hineingewachsen.

Festes Aufnahmeritual

Die sechs närrischen Tage starten für die Clique beim Haus der Urgrosseltern, wo man sich am Schmutzigen Donnerstag in aller Herrgottsfrühe trifft, um dann gemeinsam an die Stanser Tagwache zu gehen. Doch nicht nur die Fasnacht wurde zum festen Ritual, sondern auch die ganzen Vorbereitungen, welche zwei Monate davor starten und zwar hochdemokratisch. «Jedes Mitglied muss zwei oder drei Vorschläge einbringen, und dann wird abgestimmt und so der Favorit erkoren», erzählt sie. Diese Vorbereitungszeit sei mitunter das Schöne an der Fasnacht. «Alle kommen zusammen und basteln gemeinsam, das ist auch für die Kinder immer wieder etwas Besonderes», erklärt Marlies Huber.

Nebst dem Kinderumzug ist die Truppe auch an der Tagwache in Stans präsent sowie jeweils am Güdismontagvormittag in Luzern. Der Auftritt der Ratatouilles löse jeweils rundum Bewunderung und Anerkennung aus.

Einfach so kommt man allerdings nicht in den Familienclan rein. «Wer nicht zur Familie gehört, muss ein strenges Aufnahmeritual bestehen», lacht Marlies Huber.

Matthias Piazza

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