STANS: Dieser PC-24 startet im eigenen Kopf

Wer bei den Pilatus-Flugzeugwerken zufährt, erblickt seit einigen Tagen am neuen Parkhaus ein gewaltiges Bild des Businessjets PC-24. Das Besondere der Kunst am Bau: Die Installation visualisiert sich nach und nach.

Philipp Unterschütz
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Das PC-24-Bild am Parkhaus der Pilatus-Flugzeugwerke. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 30. Mai 2017))

Das PC-24-Bild am Parkhaus der Pilatus-Flugzeugwerke. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 30. Mai 2017))

Seit einigen Tagen prangt an der grauen Fassade des neuen Parkhauses der Pilatus-Flugzeugwerke ein 40 mal 9 Meter grosses Bild eines startenden PC-24 ­Businessjets. Diese «Kunst am Bau» kursiert denn auch schon rege in den sozialen Medien – mit gutem Echo. Laut Jérôme Zbinden, Assistent des Verwaltungsratspräsidenten, handelt es sich beim Bild um eine temporäre Installation. «Es wurde im Zusammenhang mit der Zertifizierung des PC-24, die im vierten Quartal dieses Jahres angestrebt wird, angebracht.» Nachher soll das geklebte Bild wieder entfernt werden.

Das Bild baut sich langsam visuell auf

Die Idee stammte von der PR-Abteilung des Unternehmens, angebracht wurde es von den Lernenden des Berufs Gestaltung Werbetechnik. Und offensichtlich hat man ins Schwarze getroffen. Neben vielen positiven Kommentaren in sozialen Medien gingen auch bei Pilatus zahlreiche positive Rückmeldungen von aussenstehenden Personen ein. Auch die direkt involvierten Mitarbeiter mit besonders geschulten Augen sind begeistert. «Ich habe am Tag, als wir es montiert haben, unzählige Telefonanrufe von unseren Leuten erhalten.»

Das Besondere am Bild ist, dass es «lebt». «Sobald man in die Strasse zu Pilatus abbiegt, baut es sich visuell langsam im Kopf der Betrachter auf. Erst am Schluss sieht man den PC-24 in seiner vollkommenen Schönheit», schwärmt Zbinden. Pilatus hat zudem darauf geachtet, dass die Installation von der Hauptstrasse her nicht oder nur sehr bedingt sichtbar ist.

Grosses Interesse erfuhr der «echte PC-24» in den vergangenen Tagen an der European Aviation Exhibition in Genf, wo der dritte Prototyp, welcher gleichzeitig den Serienstandard repräsentiert, der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die Serienproduktion in Stans wurde kontinuierlich hochgefahren, damit die Auslieferungen der ersten Kundenflugzeuge nach der Zertifizierung fristgerecht erfolgen können. Ganz nach Plan verläuft auch der Bau der hölzernen Montagehalle für die Produktion der PC-24. Sie soll Mitte Jahr der Produktion übergeben werden.

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch