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STANS: «Ein absolutes Muss für jeden Jäger»

Am vergangenen Wochenende führte der Patentjägerverein Nidwalden die Jagdmeisterschaft durch. An diesem Training zeigten sich die Jäger fit für die kommende Hochwildjagd.
Noldi Odermatt erwischt beim Tontaubenschiessen sämtliche Tontauben mit einem Schuss. (Bild: Richard Greuter)

Noldi Odermatt erwischt beim Tontaubenschiessen sämtliche Tontauben mit einem Schuss. (Bild: Richard Greuter)

Eines kam an der diesjährigen Jagdschiessmeisterschaft klar zum Ausdruck: Die Nidwaldner Jäger sind in der Waffenhandhabung und im Schiessen fit für die kommende Jagdsaison. Im Gebiet der Stanser Forsthütte führte der Patentjägerverein Nidwalden die 16. Jagdmeisterschaft durch. Rund 84 Jäger, darunter auch Frauen, nahmen an der Meisterschaft teil. An zwei stehenden und drei beweglichen Zielen konnten die Jäger ihre Fähigkeiten testen. Wer nach dieser Ausmarchung als Sieger hervorgeht, wird an der Herbstversammlung, nach der Jagdsaison im November, bekannt. Doch laut Werner Zumbühl, Präsident des Patentjägervereins Nidwalden, steht die Teilnahme vor der Rangierung. Sämtlichen Teilnehmern und Teilnehmerinnen winkt ein Gamsabschuss, welcher an der Herbstversammlung verlost wird.

«Ein Muss für jeden Jäger»

Mit einem Spitzenresultat von vier Zehnern bei den stehenden Zielen Reh- und Gämsbock ging der Dallenwiler Noldi Odermatt ins Rennen. Beim Zielen auf das bewegliche Ziel in Form eines Hirsches traf der erfahrende Jäger und ehemalige Vereinspräsident mit fünf und acht Punkten einmal das Maximum. Und beim Schiessen auf Tontauben mit der Schrotflinte liess der 68-jährige Jäger nichts anbrennen. Inklusive Probeschüssen traf er sämtliche Tontauben, die mit einem geeigneten Gerät abgeschossen wurden, jeweils mit dem ersten Schuss, was bei weitem nicht jedem gelang. Diese Jagdmeisterschaft sei sehr praxisnah aufgebaut, lobte Noldi Odermatt, nachdem er sämtliche Stiche absolviert hatte: «Man weiss: Die Waffe funktioniert richtig!» Nun freut sich der passionierte Jäger auf die Hochwildjagd, die am 9. September beginnt und insgesamt 19 Tage dauert.

Das gesamte Programm absolvierte auch der Wolfenschiesser Thomas Niederberger. Nachdem der begeisterte Jäger auf die stehende Ziele Reh- und Gämsbock geschossen hatte, nahm er auch die beweglichen Ziele aufs Korn. «Das ist ein absolutes Muss für jeden Jäger», sagte Niederberger über die Jagdmeisterschaft. Er gehe schon seit 17 Jahren auf die Jagd, und auch sein Vater Ruedi (72) sei noch regelmässig dabei.

Seit 16 Jahren steht diese Jagdmeisterschaft beim Patentjägerverein Nidwalden kurz vor der Jagdsaison fest auf der Agenda.

Seit Jahrzehnten kein Jagdunfall mehr

Früher konnte jedermann daran teilnehmen, und es wurden viel mehr Schüsse geschossen, berichtete Präsident Werner Zumbühl. Seit die Jäger diese Ausmarchung unter sich austragen, sind es noch knapp 20 Schuss, die jeder Jäger abgibt. Auch das sei praxisnah, berichtete Zumbühl: «Während der Jagdsaison schiesst ein Jäger durchschnittlich gerade mal fünf Schüsse.» Das sei sehr wenig. Deshalb sei diese Jagdmeisterschaft von grosser Bedeutung: «Wichtig ist, dass wir aufs Schiessen vorbereitet sind und es auch richtig beherrschen.» Oberstes Gebot bei den Jägern ist immer wieder die Sicherheit. Auch da hat Zumbühl ein gutes Gefühl: «Ich kann den Jägern ein Kränzchen winden. Sie sind gewohnt, mit der Waffe umzugehen.» Der letzte bekannte Jagdunfall in Nidwalden liege mehrere Jahrzehnte zurück.

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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