STANS: Ein Dorf-Kiosk kämpft ums Überleben

Der City-Kiosk steht vor einer ungewissen Zukunft. Nun fiebert der Betreiber dem Sommer entgegen, wenn mehr Touristen unterwegs sind.

Drucken
Teilen
Marcel Fangers Kiosk im Dorf Stans: «Ich denke nicht ans Aufgeben.» (Bild Corinne Glanzmann)

Marcel Fangers Kiosk im Dorf Stans: «Ich denke nicht ans Aufgeben.» (Bild Corinne Glanzmann)

Vertreter des Nidwaldner Konkursamts standen bereits vor seinem Laden und wollten ihn dichtmachen. Doch City-Kiosk-Betreiber Marcel Fanger konnte das drohende Unheil in letzter Minute abwenden. «Ich habe ihnen erklärt, dass der Kiosk meine Existenz bedeutet und dass ich alleinerziehender Vater einer 16-jährigen Tochter bin.» Nachdem er die Forderung, die Auslöser für die Betreibung gegen ihn gewesen war, beglichen hatte, konnte er wieder seinem Alltag nachgehen.

Vorerst. Denn Marcel Fanger hat weiterhin hartes Brot zu beissen. «Der Umsatz reicht gerade knapp aus, um über die Runden zu kommen.» Bei Lieferanten sei er seit einiger Zeit im Rückstand mit den Zahlungen, «doch sie kennen mich und wissen, dass ich dies nachhole. Sonst würden sie mir kaum mehr ihre Ware liefern.»

Oliver Mattmann