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STANS: Ein Konzert voller Überraschungen

An ihrem Jahreskonzert geizten die Stanser Jodlerbuebe nicht mit Experimenten. Erstmals stand eine Jodlerin in den Reihen der «Buben».
Richard Greuter
Die Ehrenmitglieder Theo Odermatt (links) und Sepp Mathis lassen sich auf einem eigens für sie hergerichteten Sofa feiern. Bild: Richard Greuter (Stans, 12. November 2016)

Die Ehrenmitglieder Theo Odermatt (links) und Sepp Mathis lassen sich auf einem eigens für sie hergerichteten Sofa feiern. Bild: Richard Greuter (Stans, 12. November 2016)

Dass Musik Völker verbinden kann und daraus Freundschaften entstehen, ist längstens bekannt. Dass aber die Stanser Jodler­buebe und die Jodlergruppe Nesselwang (D) gleich ein Experiment eingingen, war die grosse Überraschung des gelungenen Jodelabends. Die Gastgeberformation erlernte nämlich das Jodellied «Auf dr Alpspitz» aus der Feder von Lydia Haslach, Leiterin der Allgäuer Jodlergruppe – eine Herkulesarbeit für Dirigent Thomas Wieland, der das Lied eigens für die Jodlerbuebe arrangiert hatte. Umgekehrt erlernten die deutschen Gäste den tradi­tionellen «Nachtbuebejuiz» der Stanser Jodlerbuebe.

Doch es folgte noch mehr: Am Schluss des Konzertes mischten sich die Allgäuer Jodler in die Reihen der Gastgeber, und sie sangen gemeinsam das Jodellied «Kamerade» von Matthias Zogg. Das Publikum in der randvollen Turmatthalle dankte es mit einem langen Applaus. «Es ist eine wahre Freude, dass dieses Experiment gelungen ist», bedankte sich Präsident Markus Keiser bei der Allgäuer Jodlergruppe. Die beiden Gruppen hatten sich auf einer Jodlerreise kennen gelernt. Zu gefallen vermochte der musikalische Auftritt der Allgäuer Gäste mit zwei Akkordeons, Gitarre und Bass. Für Mattia Waser, der mit Michael Lussi durch den Abend führte, war klar: «So können sich die Stanser Jodlerbuebe die zusätzliche Gage ersparen.»

Drei Wochen vor dem Konzert am Samstag fiel der Vorjodler Daniel Blättler infolge einer Krankheit innerhalb seiner Familie für längere Zeit aus. Als Ersatz stand – erstmals in der 85-jährigen Geschichte – mit Monika Ettlin eine Frau in den Reihen der Jodlerbuebe. Damit kam ein schon länger bestehendes Problem zu Tage. Denn der Wunsch nach einem zusätzlichen Vorjodler ist nicht neu, wie Präsident Markus Keiser einräumte. Sie seien schon länger auf der Suche, so Keiser. Doch er sei sich bewusst: «Es wird nicht einfach. Vorjodler stehen nicht Schlange.» Monika Ettlin, ehemalige Hilfsdirigentin der Jodlerbuebe, machte ihre Sache gut und sorgte mit Vorjodler Toni Odermatt und den weiteren Stimmen für ein gelungenes Konzert, das die Jodlerbuebe mit dem Lied «Alpmorge» von Robert Fellmann und dem traditionellen Jutz «Leewägriebler» eröffneten.

Ein Sofa für 50 Jahre Mitgliedschaft

Einen angenehmen Kontrast zu den dominierenden Männerstimmen bildeten die Schüpferimeitli. Mit ihren einfühlsamen Liedern möchten Silvia von Rotz und Anita Bucher das Jodelpublikum nicht nur unterhalten, sondern ihnen auch etwas über den Sinn des Lebens mitteilen. Gefühlvoll begleitet wurden die Schüpferimeitli, die Anfang Dezember eine neue CD vorstellen, von Daniel Waser an der Handorgel. Zum Tanz spielte die Ennet­moo­ser Formation Stöckli-Buebe.

Weiter wurden zwei Ehrenmitglieder der Stanser Jodler­buebe, Theo Odermatt und Sepp Mathis, auf einem eigens hergestellten Sofa für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Richard Greuter

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