STANS: Ein Programm für die Entwicklung Nidwaldens

Die Rückmeldungen aus der öffentlichen Mitwirkung zum Agglomerationsprogramm Stans sind überwiegend positiv. Verbreitet wird der Wunsch geäussert, die ländlichen Gemeinden des Kantons in ein Gesamtverkehrskonzept zu integrieren.

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Die Taktfrequenz der Postautos im Kanton Nidwalden soll höher werden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die Taktfrequenz der Postautos im Kanton Nidwalden soll höher werden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Insgesamt 38 Privatpersonen, Organisationen und Körperschaften haben sich im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung geäussert, teilt die Staatskanzlei Nidwalden mit. Die Erarbeitung des Agglomerationsprogramms seien beinahe einhellig begrüsst worden, die geplanten Massnahmen seien summarisch als gut bis sehr gut sowie als notwendig oder sehr notwendig beurteilt worden. Lediglich zwei Mitwirkende bezweifeln die Notwendigkeit eines Agglomerationsprogramms.

Höhere Taktfrequenz in Postautonetz gefordert
Mehrere Stellungnahmen sprechen laut Mitteilung die Problematik der Postautoanschlüsse in die Seegemeinden an. Verlangt werde eine Taktverdichtung. Zudem werden die Reisezeiten nach Luzern als zu lange bemängelt. Im Rahmen der Angebotsentwicklung und im Zusammenhang mit der Erarbeitung eines Buskonzepts sollen hier Verbesserungen angestrebt werden, heisst es.

Sehr kontrovers diskutiert werden die Umfahrungen Nord und Ost, die Tieflegung der Zentralbahn (zb) in Stans oder der Ortsbus für die Gemeinde Stans. Diese Teilprojekte finden laut Staatskanzlei einerseits grosse Unterstützung, andererseits werden sie gänzlich abgelehnt. Zweckmässigkeit und Linienführung der Umfahrungen Nord und Ost sollen in einer nächsten Phase ebenso geprüft werden wie die Machbarkeit einer Tieferlegung der zb.

«Agglomerationsprogramm ist ein taugliches Instrument»
Aufgrund der Rückmeldungen habe der Regierungsrat kleinere Anpassungen vorgenommen und das Agglomerationsprogramm Stans, das die komplette Auflistung der geplanten Massnahmen enthält, zu Handen des Bundes verabschiedet. Unter Miteinbezug der Nicht-Agglomerationsgemeinden werde das Agglomerationsprogramm zu einem Gesamtverkehrskonzept Nidwalden ergänzt, heisst es weiter.

Der Regierungsrat sei überzeugt, damit über ein taugliches Instrument zur Steuerung der Verkehrs- und Siedlungsentwicklung im Raum Stans und im ganzen Kanton zu verfügen. Die Umsetzung des Agglomerationsprogramms sei mit grossen Anstrengungen verbunden. Sie kann nur in einem partnerschaftlichen Zusammenwirken von Kanton und Gemeinden gelingen.

Genaue Lage der Haltestelle Bitzi evaluiert
Der Bau einer Haltestelle Bitzi sowie die Realisierung der Umfahrung Stans West sind in der A-Liste des Agglomerationsprogramms enthalten. Beide Massnahmen haben laut Mitteilung in der öffentlichen Mitwirkung hohe Akzeptanz gefunden. Die Haltestelle Bitzi soll spätestens 2011 Bau- und Finanzreife erreichen.

In einem Vorprojekt soll noch in diesem Jahr die genaue Lage der Haltestelle Bitzi evaluiert und damit die Koordination mit der Massnahme Umfahrung Stans West sichergestellt werden. Die Nidwaldner Regierung hat hierfür einen Beitrag von 30'000 Franken gesprochen.

ana