STANS: Farbenfrohes Multikulti in den Gassen

Zum 22. Mal wurde mit dem Guuggenüberfall auf dem Stanser Dorfplatz die Fasnacht eingeläutet. Dank angenehmen Temperaturen kam viel Volk.

Lukas Tschopp
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Egal ob als Frösche (unten links) oder Hippies wie Hubert Niederberger (unten rechts, Mitte) mit Linn, Kaya und Cédric (von links); ausgefallene Kostüme gabs wie Sand am Meer. Oben die Guugge Chälti-Sägler aus Stans. (Bilder André A. Niederberger)

Egal ob als Frösche (unten links) oder Hippies wie Hubert Niederberger (unten rechts, Mitte) mit Linn, Kaya und Cédric (von links); ausgefallene Kostüme gabs wie Sand am Meer. Oben die Guugge Chälti-Sägler aus Stans. (Bilder André A. Niederberger)

Punkt 20.20 Uhr war es so weit: Nach zwei aufeinanderfolgenden, lautstarken Knallen zogen rund 15 Guuggenmusigen durch die Gassen des Stanser Dorfkerns in Richtung Dorfplatz. «Das Konzept des Guuggenüberfalls ist schweizweit einmalig. Nach einem Urknall ‹tätschts› und ‹chlöpfts› in allen Gassen, bevor sich die Guuggen schliesslich auf dem Dorfplatz begegnen und zusammen die Stanser Fasnacht einläuten», erzählt OK-Präsident Stefan Imboden. Rund 5000 Besucher kamen auf den Dorfplatz, «so viele wie schon lange nicht mehr», hält Imboden fest. Gerade zum Zeitpunkt des Urknalls waren es besonders viele Familien mit Kleinkindern, die dem farbenfrohen Treiben beiwohnten.

Bild: André A. Niederberger / Neue NZ
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Alle sind gleichgestellt

Einer der vielen anwesenden Familienväter ist Hubi Niederberger aus Buochs, der als Ex-Oberguugger der Guuggenmusig Hopp dä Bäsä aus Stans schon zahlreiche Guuggenüberfälle miterlebte. Heuer ist er – als Hippie verkleidet – nicht mehr mit einer Guuggenmusig, sondern vielmehr mit seiner Tochter Kaja sowie deren Cousin und Kollegin zugegen. «Das Schöne an der Fasnacht ist ihr multikultureller Charakter: Hier treffen sich Menschen aus allen Alters- und Einkommensschichten. Auf einmal spielt es keine Rolle mehr, ob nun jemand Banker oder Vorarbeiter ist. Jede und jeder Verkleidete ist gleichgestellt», so Hubi Niederberger. «Im Alltagsleben wird man oft genug in bestimmte Schemata gedrückt. An der Fasnacht kann man frei sein.»

Eskimo-Zelt statt Südsee-Bar

Obwohl zum Zeitpunkt des Urknalls leichter Nieselregen einsetzte, zeigte sich Stefan Imboden zufrieden: «In den letzten Jahren hatten wir mit ausserordentlich kalten Temperaturen sowie Regen- oder Schneefall zu kämpfen. Heuer waren die Temperaturen vergleichsweise angenehm.» Dies hängt möglicherweise mit dem diesjährigen Motto zusammen: Nach thematischen Vorgaben aus wärmeren Ländern und Kulturen musste man oft mit eisigen Temperaturen vorlieb nehmen. Die «Arktis» sorgte dieses Jahr entsprechend für wärmeres Wetter. Aus der Südsee- oder Havanna-Bar wurde entsprechend die Ice Age-Bar oder ein Eskimo-Kaffeezelt.

Und tatsächlich, sowohl beim Aufstellen am Samstagnachmittag als auch beim Aufräumen am Sonntagmorgen wurden die rund 180 freiwilligen Helferinnen und Helfer mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Kein Wunder, verzeichnete man beim Guuggenüberfall Ausgabe 2014 einen Zuschauerzuwachs. «Auch die Stimmung auf dem Dorfplatz war sehr gut, die Menschen verhielten sich friedlich», berichtet Imboden. «Zwar bereiteten einzelne Minderjährige, die das Treiben auf dem Dorfplatz nutzten, um sich hemmungslos zu betrinken, dem Sicherheits- und Samariterdienst etwas Kopfzerbrechen. Alles in allem bildete der Guuggenüberfall aber einmal mehr einen gelungenen Startschuss zur Stanser Fasnacht.»

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