STANS: FDP-Dreierticket stösst bei Parteibasis auf Zustimmung

Die Nidwaldner FDP hat am Samstag ihren Wahlkampf für die Regierungs- und Landratswahlen gestartet. Dass die Partei auf drei Regierungsratskandidaten setzt, kam dabei bei der Basis gut an.
Matthias Stadler
Die Regierungsratskandidaten der FDP Nidwalden am Wahlkampfauftakt: Joe Christen (v.l.), Niklaus Reinhard und Alfred Bossard. (Bild: Matthias Stadler (Stans, 27. Januar 2018))

Die Regierungsratskandidaten der FDP Nidwalden am Wahlkampfauftakt: Joe Christen (v.l.), Niklaus Reinhard und Alfred Bossard. (Bild: Matthias Stadler (Stans, 27. Januar 2018))

Matthias Stadler

matthias.stadler@nidwaldnerzeitung.ch

Es sollte ein Fest für die ganze Familie sein. Am vergangenen Samstag standen am Auftaktsfest der FDP für die Wahlen im Kanton Nidwalden deswegen nicht nur trockene Politikerreden auf dem Programm, sondern auch musikalische Unterhaltung durch die Band Buschi & Anni. Und auch für die Kleinen war gesorgt: Sie konnten draussen Ponys und Esel reiten, während die Erwachsenen drinnen im Senkel in Stans den Podiumsdiskussionen lauschten.

An diesen Diskussionen standen zuerst die Regierungsratskandidaten im Fokus, sprich Alfred Bossard (bisher), Joe Christen und Niklaus Reinhard (beide neu). Danach wurden auch die Landratskandidaten vorgestellt. Moderator Oliver Kuhn führte amüsant durchs Programm und stellte den Politikern auch die eine oder andere überraschende Frage. So etwa, was Alfred Bossard bevorzugt: eine Kreuzfahrt oder Ferien in einer Alphütte. Dieser antwortete zackig und amüsiert: «Ich wähle die Alphütte, weil ich nicht gerne auf dem Meer bin. Dort hat es Haie.»

Von den beiden neuen Kandidaten wollte der Moderator wissen, welches Departement sie am liebsten übernehmen würden. Niklaus Reinhard setzte auf die Baudirektion: «Als ‹Bauknusti› habe ich das Bauen in mir drin.» Gleiches gilt für Joe Christen: «Wenn mal einmal Betonluft geschnuppert hat, bleibt einem dies.»

«So gibt es eine richtige Wahl»

Dass die Nidwaldner FDP mit drei Kandidaten antritt und nicht mit zwei – heute hat sie zwei Sitze in der Regierung inne, Yvonne von Deschwanden tritt ab – gefällt der Parteibasis offenbar. So sagte etwa alt Landrat Hans Büchel aus Stans gegenüber unserer Zeitung etwa, dass man «mutig sein» müsse. Ob die FDP am 4. März den dritten Sitz erobern kann, sei schwierig abzuschätzen. «Entscheidend ist die Qualität der Kandidaten.» Auch Alice Stocker, frühere Präsidentin der FDP Stans, begrüsst das Dreierticket: «So gibt es eine richtige Wahl. Und zudem sind unsere Kandidaten sehr gut.»

Zu Nidwalden soll Sorge getragen werden

Die Regierungsratskandidaten wurden schliesslich noch gefragt, was sie sich für die kommenden vier Jahre für Nidwalden wünschten: Alfred Bossard sprach unter anderem den Flugplatz an, der so betrieben werden können soll, wie geplant. Niklaus Reinhard hofft, dass zum hohen Lebensstandard in Nidwalden Sorge getragen wird. Joe Christen schliesslich wünscht sich, dass sich «die Politiker sämtlicher Parteien zusammenraufen und ihr Potenzial in Lösungen stecken.»

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