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STANS: Fliegersiedlung: Das Bauprojekt wird weiter verzögert

Die Einsprache gegen den Gestaltungsplan für die Überbauung beim Bahnhof wird ein Fall für das Verwaltungsgericht. Für die Wohnbaugenossenschaft bedeutet die Blockierung eine finanzielle Belastung.
So soll die Fliegersiedlung in Stans dereinst aussehen. (Bild: Swiss Interactive AG/PD)

So soll die Fliegersiedlung in Stans dereinst aussehen. (Bild: Swiss Interactive AG/PD)

Die Wohnbaugenossenschaft DMP plant auf ihrem Gelände neben dem Bahnhof Ersatzneubauten mit dem Ziel, alters- und behindertengerechte, aber auch generationenübergreifende Wohnungen zu einem kostengünstigeren Mietzins als ortsüblich anzubieten. Start des Bauvorhabens war bereits im Jahr 2009, als die Generalversammlung ­einen Kredit für die Planung einer neuen Überbauung sprach. Aus dem anschliessend durchgeführten Projektwettbewerb wählte die Jury im Dezember 2012 einstimmig das Projekt «Pyrus» der Architektur & Baumanagement AG, Dallenwil, als Sieger. Im November 2014 wurden der Gestaltungsplan Fliegersiedlung bei der Gemeinde Stans eingegeben und gleichzeitig die Profilstangen gesetzt.

Auf die Eingabe des Gestaltungsplans habe es drei Einsprachen gegeben, wovon zwei in ­klärenden Gesprächen hätten ­bereinigt werden können, wie die Wohnbaugenossenschaft in einer Mitteilung schreibt. Leider habe mit dem dritten Einsprecher ­keine Einigung erzielt werden können. Der Gemeinderat Stans hat im März 2016 die Einsprache abgewiesen und den Gestaltungsplan genehmigt. Dieser Entscheid wurde vom Einsprecher – einer Privatperson – an den Regierungsrat weitergezogen, wodurch das Projekt weiter blockiert blieb.

Am 16. Januar 2017 hat der Regierungsrat den Entscheid des Gemeinderates geschützt, die Beschwerde abgewiesen und den Gestaltungsplan genehmigt. «Leider mussten wir inzwischen erfahren, dass die Privatperson mit dem Entscheid des Regierungsrats nicht einverstanden ist und das Verfahren an das Verwaltungsgericht weitergezogen hat», hält die Genossenschaft fest.

Auch Einsprachen gegen Fahrverbot

Für die Wohnbaugenossenschaft sei es sehr frustrierend, dass das Projekt nach wie vor blockiert sei. Aus der Beschwerde ergebe sich nämlich, dass es dem Einsprecher nicht primär um das Projekt, sondern um den Abschnitt der Büntistrasse zwischen Robert-Durrer-Strasse und Stansstader­strasse gehe. Die Büntistrasse werde zu 80 Prozent durch Schleichverkehr belastet. Die Strasse ist die einzige Möglichkeit für die Erschliessung einer Einstellhalle. Verschiedene unabhängige Expertisen hätten dies zweifelsfrei belegt.

Die Problematik des Schleichverkehrs in der Büntistrasse ist der Gemeinde schon länger bekannt. Obwohl die Absichten der Wohnbaugenossenschaft, auf die­ser Parzelle Neubauten zu errichten, bekannt sind, habe die Gemeinde Stans erst im August 2016 Massnahmen ergriffen. Damals wurde die Verfügung der Verkehrsbeschränkung (Fahrverbot; Zubringerdienst gestattet) in der Büntistrasse ab Robert-Durrer- und Stansstaderstrasse publiziert. Gegen diese Verfügung sind Einsprachen eingegangen, welche nun beim Regierungsrat zur Prüfung vorliegen. Da die Büntistrasse in Zusammenhang mit dem Bauvorhaben Fliegersiedlung steht, erwartet die Genossenschaft weitere Verzögerungen.

Mieter warten auf altersgerechte Wohnungen

Das lange Warten sei nicht nur für die Baukommission der Wohnbaugenossenschaft und die involvierten Unternehmungen unbefriedigend. Auch die Mieter, welche momentan in den Wohnsiedlungen Stans, Breiten Stans und in Buochs wohnen, warteten dringendst auf die geplanten altersgerechten Wohnungen, denn die bestehenden Wohnungen seien nicht behindertengerecht ausgeführt. Zum Beispiel könne der Lift nicht schwellenfrei respektive treppenfrei erreicht werden. Die älteren Bewohner seien verunsichert und wüssten nicht, wie es weitergehe und ob sie allenfalls andere Lösungen, etwa den Umzug in ein Wohn- oder Altersheim in Betracht ziehen müssen.

Verzögerung sei eine finanzielle Belastung

Für die Wohnbaugenossenschaft stelle die Verzögerung eine enorme finanzielle Belastung dar, schreibt sie weiter. «Aufgrund der Verzögerungen muss Geld für notwendige Reparaturen in Häusern aufgewendet werden, welches für die Neubauten vorgesehen war. Für die bestehende Mieterschaft Tottikon ist diese Situation besonders belastend, weil sie durch die Verzögerungen seit Jahren mit halbjährlich befristeten Mietverträgen leben müssen.» Die Baugenossenschaft hofft darauf, dass die Stanser Bevölkerung und die Einsprecherinnen und Einsprecher die Wichtigkeit eines solchen Projektes erkennen und auf weitere Einsprachen verzichten. Stans brauche bezahlbaren Wohnraum, der eine gesunde durchmischte Einwohnerstruktur ermögliche. (pd/red)

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