STANS: Fremdsprachen: Stimmvolk soll entscheiden

Im Kanton Nidwalden kommt es zu einer Volksabstimmung über den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Die SVP hat eine Initiative für nur noch eine statt zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe bei der Staatskanzlei eingereicht.

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Armin Odermatt (rechts) übergibt die Schultheke mit den 450 Unterschriften an Landratssekretär Armin Eberli. Neben ihnen Christian Landolt und Cathrine Zimmermann. (Bild: pd)

Armin Odermatt (rechts) übergibt die Schultheke mit den 450 Unterschriften an Landratssekretär Armin Eberli. Neben ihnen Christian Landolt und Cathrine Zimmermann. (Bild: pd)

Wie die SVP des Knatons Nidwalden in einer Mitteilung schreibt, konnten innert sechs Wochen über 450 Unterschriften gesammelt werden. Diese wurden am Dienstag der Staatskanzlei übergeben.

Die Initiative verlangt eine Teilrevision des Volksschulgesetzes. Danach soll auf der Primarstufe nur noch eine Fremdsprache statt Französisch und Englisch unterrichtet werden.

Zwei Fremdsprache überfordern die Schüler

Viele Schüler seien mit zwei Fremdsprachen überfordert, argumentieren die Initianten. Die frei werdenden Lektionen in der Primarstufe sollten mit Basiswissen in Lesen, Schreiben und Rechnen besetzt werden.

Welche der beiden Fremdsprachen beibehalten werden sollte, lässt die Initiative offen. Dies müssten Regierung und Landrat entscheiden, sagte Martin Zimmermann, Chef der SVP-Fraktion im Landrat, auf Anfrage. Es sei jedoch naheliegend, dass dies aufgrund der Bedeutung Englisch sein dürfte.

Parlament verlangte Bericht zur Sprachenfrage

Der Nidwaldner Landrat beauftragte im September 2013 die Regierung damit, einen Bericht zum Sprachen-Unterricht an der Primarschule auszuarbeiten. Dabei soll sie die Abschaffung des Frühfranzösischen prüfen.

Der Landrat sprach sich bereits 2005 für die Abschaffung von Französisch auf der Primarstufe aus. Er hob den Beschluss aber 2007 noch vor der Umsetzung wieder auf. Grund waren Harmonisierungsbestrebungen auf Bundesebene.

Auch im Kanton Luzern wurde im September 2013 eine Volksinitiative zur Abschaffung von einer von total zwei Fremdsprachen auf Primarstufe lanciert. Im überparteilichen Komitee vertreten sind alle Kantonsratsparteien, die Präsidentin des Lehrerverbands sowie Vertreter der Berufsbildung.

sda/nop