STANS: Frohsinnvater will «in Bewegung» sein

Der Wolfenschiesser Eugen Dornbierer wird Frohsinnvater. Als Eugen I. wird er über die nächste Fasnacht herrschen.

Richard Greuter
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Frohsinnpaar Eugen und Ursula Dornbierer. (Bild: Richard Greuter)

Frohsinnpaar Eugen und Ursula Dornbierer. (Bild: Richard Greuter)

Das Besondere an der Nomination eines neuen Frohsinnvaters ist das Wahlverfahren. Die Kompetenz dazu liegt alleine beim amtierenden Frohsinnvater und beim Präsidenten. Sie sind dafür verantwortlich, dass an der Generalversammlung (GV), dem eigentlichen Beginn des neuen Fasnachtsjahres, ein neuer Würdenträger vorgestellt werden kann.

Bis dann ist es auch ihr bestens gehütetes Geheimnis. Es sei schon vorgekommen, dass die Zusage erst wenige Tage vor der GV erfolgte, räumte Präsident Niklaus Minder ein. Kam es auch schon vor, dass bei der GV kein Kandidat zur Verfügung stand? «Nein», so Minder klar, «das ist noch nie passiert.» Er habe auch eine geheime Liste, ergänzte Niklaus Minder, «diese wird laufend mit möglichen Kandidaten ergänzt».

Ein sportliches Motto

Ein Kandidat, den Minder nun seit gestern von seiner Liste streichen kann, ist Eugen Dornbierer. Eigentlich kann sich die Frohsinngesellschaft glücklich schätzen, dass das neue Frohsinnpaar Eugen und Ursula Dornbierer, welches vor 44 Jahren heiratete, überhaupt in Nidwalden wohnt. Wegen Eugens beruflicher Laufbahn im Sportbereich wohnte das Paar an verschiedenen Orten in der Schweiz, seit 1995 lebt es in Wolfenschiessen. So mag es wenig erstaunen, das der 71-jährige noch aktive Sportler als Motto «In Bewegung» wählte. Dabei präzisierte er, dass das Bewegung aktiv, passiv und auch emotional sein kann, und zog das Fazit: «Ein Höhepunkt ist, wenn alles in einem stattfindet.» Dem noch amtierenden Frohsinnpaar Stefan I. und Priska schenkte er selbst gebackene Lebkuchen.

Auf Wunsch des abtretenden Frohsinnvaters Stefan I. stand an der diesjährigen GV die Musik im Vordergrund. Für Unterhaltung sorgte die Gruppe «Chriesiprägu» aus Eich, die mit viel Witz, derbem Humor und Liedern aus der Volksmusik- und Unterhaltungsliteratur aufwartete. Dazwischen berichtete der Fasnachtsherrscher über sein vergangenes Jahr und seine Höhepunkte und schloss mit den Worten: «Du musst die Menschen lieben, dann wird der ganze Rest unwichtig.» Am Schluss griff Stefan I. (Stefan Bösch) selber zur Klarinette und spielte zusammen mit Reto Blättler und Alois Aregger lüpfige Ländlermusik.

Erneuerung im Vorstand

Bei den statuarischen Geschäften stand die Erneuerung des Vorstandes im Vordergrund. Als neue Vorstandsmitglieder wählte die Versammlung Daniel Christen, Josef K. Scheuber und Beat Vetterli. Daniel Lussi, Sören Schwitzky und Marlon Imobersteg wurden in ihren Ämtern bestätigt. Bestätigt wurde auch Präsident Niklaus Minder, der die Frohsinngesellschaft seit vier Jahren führt. Hans Dannacher und Matthias Wicki traten aus dem Vorstand aus. Stefan Bösch und Hans Dannacher wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Die Kasse von Martin Schmitter schloss bei einem Umsatz von 108 195 mit einem Reingewinn von 20 208 Franken ab. Insgesamt 20 000 Franken sind als Rückstellungen für die Sanierung des Vereinslokals und die Renovation der Kutsche bestimmt. Die neue Fasnachtsplakette wurde erstmals von Goldschmied Noldy Lindinger gestaltet.

Richard Greuter