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STANS: Gemeinde will Pilatus «entlasten»

Künftig soll für Industriebauten eine Reduktion bei den Wassergebühren möglich sein. Dies ist nicht die einzige Änderung, die vor die Gemeindeversammlung kommt.
Das PC-24-Bild am Parkhaus der Pilatus-Flugzeugwerke. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 30. Mai 2017))

Das PC-24-Bild am Parkhaus der Pilatus-Flugzeugwerke. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 30. Mai 2017))

Das Wachstum der Pilatus Flugzeugwerke AG ist beträchtlich. In den vergangenen Jahren sind mehrere neue Gebäude entstanden, darunter das Parkhaus und das Logistikgebäude mit Hoch­regallager. Für so grosse Bauten fallen proportional hohe Wassergebühren an, da sich diese aus der gebührenpflichtigen Fläche und der Gebäudeversicherungssumme zusammensetzen. Die beiden erwähnten Gebäude indes verursachen nur geringfügige Abwassermengen, da sie nebst Sprinkleranlagen und Löschposten bloss über vereinzelte Wasserbezugsstellen verfügen. Dies veranlasste Pilatus vor geraumer Zeit, bei der Gemeinde vorstellig zu werden, Ermässigungen für industrielle Bauvorhaben zu prüfen.

Darauf will der Gemeinderat nun eingehen. Er schlägt der Gemeindeversammlung vom kommenden Mittwoch vor, eine Sonderregelung für Bauten in der Industriezone 1 und 2 einzuführen, die total eine Versicherungssumme von über 100 Millionen Franken erreichen. «Der Gemeinderat ist überzeugt, eine verursachergerechte Lösung gefunden zu haben, ohne eine Ungleichbehandlung mit anderen Industrie- und Gewerbegebäuden zu provozieren», heisst es in der Botschaft. Die Ermässigung betrage höchstens 30 Prozent, ab 2018 soll die neue Regelung greifen. Bereits verfügte Anschlussgebühren können nicht nachträglich reduziert werden, dies gilt auch für Parkhaus und Logistikgebäude. Hingegen können kürzlich errichtete Bauten der Pilatus-Werke wie Montagehalle oder Heizzentrale davon profitieren, da dies in der jeweiligen Baubewilligung bereits in Aussicht gestellt wurde, unter dem Vorbehalt der Annahme durchs Volk.

Auf Robert-Durrer-Strasse soll’s nun vorwärtsgehen

Weiter geht es am Mittwoch um eine Änderung der Gemeindeordnung. Im Fokus steht das Wahlsystem beim Gemeinderat. Bisher wurde im Zweijahresrhythmus ein Teil der Behörde gewählt. Neu soll es ab 2020 Gesamterneuerungswahlen für eine vierjährige Amtsperiode geben. Diese Reform wird laut Botschaft auch von den Ortsparteien unterstützt. Als Argument wird der geringere personelle und finanzielle Aufwand bei Gemeinde und Parteien ins Feld geführt. Zudem schreibt der Gemeinderat, dass «Strategie- und Planungsprozesse nicht mehr mit einer ständigen ‹Unruhe› aufgrund personeller Wechsel belastet sind.» Und schliesslich seien Gesamterneuerungswahlen übersichtlicher für die Bevölkerung. Die beabsichtigte Änderung des Wahlrhythmus gilt übrigens auch für die Finanzkommission.

Vorwärtsgehen soll es endlich auf der Robert-Durrer-Strasse. Der Gemeinderat beantragt den Stimmbürgern einen Planungskredit von 530 000 Franken für den rund 750 Meter langen Abschnitt vom NKB-Kreisel bis Höhe Post. Der Querschnitt der Fahrbahn soll nur geringfügig geändert werden. Für die verbesserte Sicherheit sind beidseitige Trottoirs und Fussgängerstreifen mit Mittelinseln vorgesehen. Die Strasse selber soll ein «zeitgemässes Erscheinungsbild» erhalten, heisst es. Der schlechte Zustand der Strasse ist seit Jahren ein Thema.

Ferner gelangen das Budget 2018 mit einem Minus von knapp 1,5 Millionen Franken, der Wettbewerbskredit für einen Neubau des Wohnhauses Mettenweg, die Galgenried-Planungsinitiative (wir berichteten) und das revidierte Musikschulreglement zur Abstimmung.

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Gemeindeversammlung Stans: Mittwoch, 22. November, 19.30 Uhr, Mehrzweckhalle Turmatt.

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