STANS: Gemeinderat hat Verständnis für Plakataktion

Mit illegalen Transparenten machen Jugendliche auf ihre Raumnot aufmerksam. Sie stossen auf offene Ohren. Trotzdem ist Geduld gefragt.

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Markus Elsener, Katechet und Jugendseelsorger der Pfarrei Stans, Jugendanimator Daniel Schwegler und Gemeinderat Georg Schwander (von links) mit einem der Transparente. (Bild Luca Wolf/Neue NZ)

Markus Elsener, Katechet und Jugendseelsorger der Pfarrei Stans, Jugendanimator Daniel Schwegler und Gemeinderat Georg Schwander (von links) mit einem der Transparente. (Bild Luca Wolf/Neue NZ)

«Jugendarbeiter kam. Nichts ist passiert... gebt ihr ihm überhaupt eine Chance, etwas zu ändern...?» So lautete die Botschaft, welche am vergangenen Mittwoch auf Transparenten gesprayt am Gemeindehaus, Spritzenhaus und Coop prangte. Sie richtet sich an den Gemeinderat. Die Urheber sind unbekannt. «Es sind wohl Jugendliche, die auf ihre Raumnot aufmerksam machen», sagt der Stanser Gemeinderat Gregor Schwander.

«Jetzt muss es vorwärts gehen»
Die Aktion wird laut Schwander keine strafrechtlichen Konsequenzen haben. Die Tücher sind schnell entfernt worden, Schaden entstand keiner. Doch die Message kam an und stosst auf Verständnis: «Das ist eine sympathische Art der Jugendlichen, auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen», sagt Schwander. Natürlich hätte er es lieber gesehen, wenn sich die Verantwortlichen bei ihm oder dem Stanser Jugendarbeiter Daniel Schwegler gemeldet hätten.

Schwegler, seit zwei Jahren in Stans tätig, gesteht, dass «aus Sicht der Jugendlichen bislang nicht viel Konkretes entstanden ist.» Gleichzeitig verweist er auf die Früchte seiner Arbeit: Das Spritzenhaus konnte für Jugendliche unter 16 Jahren jeweils am Mittwochnachmittag wieder geöffnet werden; an den Stanser Musiktagen ist die Jugendarbeit institutionalisiert worden, etwa mit einem Zelt für die Jungen; beim Sommerangebot Teenie-Fun half Schwegler mit, ebenso beim Sprayer-Projekt «The Wall», welches beim Turmatt-Schulhaus stattfand. Nicht zuletzt steht im Eichli seit April eine Jugendbar, die Baraggä8.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.