STANS: Goldene Kugel bringt die Wende

Eine gelungene Premiere feierte die Märli-Biini im Jubiläumsjahr. «Der Froschkönig» als 25. Produktion hat am Samstag überzeugt.

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Langeweile am Esstisch im Königshaus (von links): Prinzessin Akira mit Bauchweh, ein müder König Mailo und dessen Mutter Runa. (Bilder Corinne Glanzmann)

Langeweile am Esstisch im Königshaus (von links): Prinzessin Akira mit Bauchweh, ein müder König Mailo und dessen Mutter Runa. (Bilder Corinne Glanzmann)

Was passiert, wenn sich der Frosch in den Prinzen verwandelt und plötzlich im Schlafzimmer der Prinzessin steht? Was Grimms Märchen verschweigen – die Märli-Biini zeigt es auf charmante Art. Claudio Schenardi gelingt es in seiner aktuellen Inszenierung, Kinder und Erwachsene auf verschiedenen Ebenen anzusprechen und zu unterhalten. Die Darsteller fühlen sich in ihre Rollen ein und berühren das Publikum.

Gespielt wird diese Saison der «Froschkönig». Zum Glück gibt es die Märli-Biini, wo das Märli noch Märli bleiben darf und die Prinzessin am Schluss ihren Prinzen bekommt. Wo die Kostüme zwischen traditionell schön und stylisch ausdrucksstark variieren. Und wo ein Bühnenbild eine klassische Schloss-Silhouette, eine königliche Tafel und ein prinzessliches Schlafgemach zeigen darf. Vielleicht liegt gerade darin das Geheimnis des dauerhaften Erfolgs der Märli-Biini. Hier ist nichts gewaltsam originell. Verstaubt aber auch nicht.

Das Stück wird noch bis Ende November gespielt.

mw