STANS: Graffiti-Kunst schmückt Unterführung

Bunt statt grau: Wer durch die Unterführung beim Länderpark schreitet, tritt in eine Fantasiewelt ein. Ein Jahr lang wurde dafür gearbeitet – gratis und legal.

Matthias Piazza
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Dean Burkart, Thomas Flühler, Yves Glauser, Serafin Diener und Adrian Gander (von links) vor ihrem Kunstwerk. (Bild Corinne Glanzmann)

Dean Burkart, Thomas Flühler, Yves Glauser, Serafin Diener und Adrian Gander (von links) vor ihrem Kunstwerk. (Bild Corinne Glanzmann)

Fussgänger- und Velo-Unterführungen müssen nicht bloss graue und düstere Betonschläuche sein. Es geht auch anders, wie sich bei der Unterführung vor dem Länderpark-Kreisel zeigt: farbig, knallig und fröhlich zeigt sie sich. Ein Flecken unberührte Natur erwartet die Passanten beim Eingang: Vögel tummeln sich im Teich, umgeben von einer üppigen Landschaft. Am oberen Bildrand der stahlblaue Himmel. Urbaner wirds auf der anderen Seite der Unterführung, wo fantasievolle Wolkenkratzer in den Himmel ragen. Geschwungene, bunte Formen zieren eine weitere Wand. Trotzdem wird klar, dass man in Stans und nicht in New York ist. Wie ein roter Faden zieht sich der Bezug zum Ort und zum Kanton durch sämtlich Sujets der Unterführung.

Stolz auf das Ergebnis

Ein Jahr lang arbeiteten sieben Graffiti-Künstler des Vereins Projekt 28 an ihrem nach eigenen Aussagen bisher grössten Projekt. Wenns im Winter zu kalt war, mussten die Spraydosen allerdings ruhen. «Es machte Spass, und wir sind stolz auf das Ergebnis», sagt Serafin Diener, Präsident des Vereins Projekt 28.

Angefangen hatte alles vor rund einem Jahr. Die Gemeinde fragte den Verein an, ob er Interesse hätte, die Unterführung im Rahmen einer Sanierung zu verschönern. Das liessen sich die sieben Graffiti-Künstler nicht zweimal sagen. «Wir fanden die Idee gut. Es gibt genug Beton im Kanton, der verschönert werden will. Und wir schätzen, wenn wir an einem so gut frequentierten Ort unsere Kreativität ausleben dürfen.» Aus rund 600 Quadratmetern kahlem Beton entstand nach und nach eine kunterbunte Projektionsfläche für die Ideen der 19- bis 40-jährigen Nidwaldner Hip-Hopper.