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STANS: Grüne füllen Wahlkasse mit Bücher-Flohmarkt

Die Grünen Nidwalden machten kreative Polit­werbung. Am Samstag organisierten sie auf dem Dorfplatz einen Markt für Bücher und CDs.
Kurt Liembd
Conrad Wagner (Mitte) berät Interessenten beim Kauf von antiquarischen Büchern und Tonträgern. (Bild Kurt Liembd)

Conrad Wagner (Mitte) berät Interessenten beim Kauf von antiquarischen Büchern und Tonträgern. (Bild Kurt Liembd)

Emsiges Treiben herrschte am Samstag auf dem Stanser Dorfplatz. Schon in aller Frühe brachten zahlreiche Leute volle Kisten mit antiquarischen Büchern, Langspielplatten und CDs. Diese fanden beim anschliessenden Markt reissenden Absatz. Verkauft wurden die Bücher nach Gewicht – zu 6 Franken das Kilogramm. Noch günstiger waren alte Langspielplatten und CDs zu haben, nämlich für 1 Franken das Stück.

Über 400 Kilo Bücher verkauft

Hinter der Aktion steckt weit mehr als eine oberflächliche Wahlveranstaltung oder eine Politwerbung. «Wir wollen damit den Sharing-Gedanken betonen», sagt Regierungsratskandidat Conrad Wagner (55). «Es ist doch schade, dass Bücher oft nach einmaligem Lesen entsorgt werden», sagt er. Deshalb verbinden die Grünen das Sinnvolle mit dem Nützlichen. Am Mittag waren rund 400 Kilogramm Bücher und ungezählte Tonträger verkauft. Der Erlös fliesst in die Wahlkasse der Grünen. Was nicht verkauft werden konnte, geht in die Brockenhäuser der Caritas zum Verkauf, sodass Wagners Sharing-Gedanke dort weiterlebt.

Im Vordergrund des Anlasses stand aber nicht in erster Linie der Verkaufserfolg, sondern die Begegnungen mit der Bevölkerung. Auch wer die Kandidaten nicht persönlich kannte, kam oft dank antiquarischen Büchern schnell mit ihnen ins Gespräch. Denn man fand nicht nur Bücher über grüne Themen, sondern Bücher jeglicher Art. Manches Gespräch geriet so ganz lustvoll wie etwa folgendes: Als Regierungsrat Ueli Amstad (SVP) am Bücherstand auftauchte, wurde er von Landratskandidatin Verena Zemp (Grüne) gefragt, ob er sich nicht für das Buch «Hochzeiten feiern» interessiere – ein wunderschönes, aber klischeehaftes Bilderbuch, herausgegeben vor 25 Jahren von der Frauenzeitschrift «Freundin». Ueli Amstad winkte lachend ab und meinte, er sei schon glücklich verheiratet.

Nebst Ueli Amstad zeigten auch weitere Personen aus anderen Parteien keine Berührungsängste mit den Grünen, so Frau Landammann Yvonne von Deschwanden (FDP) oder auch Regierungsratskandidatin Karin Kayser (CVP), welche direkt von einer eigenen Wahlkampfveranstaltung in Beckenried kam. Welche antiquarischen Bücher und CDs die beiden Politfrauen erwarben, ist nicht bekannt.

«Grünwärts» mit Ampelmann

Wer ohne Buch und CD nach Hause ging, erhielt zumindest einen grünen «Ampelmann». Das ist jenes Männchen, das bei der Verkehrsampel Grün anzeigt. Es handelt sich um ein Bäckereiprodukt in der Art eines Spitzbuben, aber eben ein Ampelmann. Und woher nimmt man die grüne Farbe für die Konfitüre? Das sei Kiwi-Konfitüre, verriet Fotograf Jonas Riedle, der für seine Partei sämtliche Kandidatenfotos selber knipste. «Die Ampeln der Grünen stehen auf Grün», sagte dazu Conrad Wagner. «Wir Grünen Nidwalden setzen uns dafür ein, dass sich unser Kanton grünwärts entwickelt.» Was dies konkret heisst, erklärte Wagner so: «Wir setzen auf qualitatives vor quantitativem Wachstum und bauen auf erneuerbare Ressourcen».

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