STANS: Grünes Licht für Umbau des ehemaligen Klosters an der Mürg

Das Baugesuch für den Umbau des ehemaligen Klosters an der Mürg wurde bewilligt. Damit startet für Initiator Dominik Flammer eine heisse Phase. Bis spätestens in einem Jahr müssen die Umbauarbeiten starten.

Matthias Piazza
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Dominik Flammer vor dem ehemaligen Kapuzinerkloster. (Bild: Oliver Mattmann (Stans, 1. Dezember 2016))

Dominik Flammer vor dem ehemaligen Kapuzinerkloster. (Bild: Oliver Mattmann (Stans, 1. Dezember 2016))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Es geht voran mit dem Projekt im ehemaligen Kapuzinerkloster an der Mürg in Stans. Anfang Mai des vergangenen Jahres reichte die Senn Values AG, St. Gallen, als Investorin und Baurechtsnehmerin das Baugesuch ein. Die Gemeinde Stans hat die Bewilligung bereits im Juli erteilt, wie sie auf Anfrage bestätigt hat. «Jetzt können wir uns an die Planung des Klosterinnern machen», freut sich Dominik Flammer, der Initiator und Projektleiter, der im ehemaligen Kloster ein Kompetenzzentrum der Regionalkulinarik mit dem Oberbegriff «Kulinarisches Erbe der Alpen» einrichten will.

Das zügige Vorgehen ist nicht nur auf den Enthusiasmus Flam­mers zurückzuführen, sondern auch auf die Vorgaben. Denn spätestens ein Jahr nach der Erteilung der Baubewilligung müssen die Umbauarbeiten starten. «Es ist alles schlank über die Bühne gegangen, wir mussten unsere Pläne nicht wesentlich anpassen», blickt Dominik Flammer zurück. Nur in Sachen Feuerschutz und Denkmalschutz habe man geringfügige Änderungen vornehmen müssen. «Die kurzen Entscheidungswege im Kanton Nidwalden machen uns das Leben leichter», lobt er die Behörden.

Besucher sollen mit dem Zug nach Stans kommen

An einer Informationsveranstaltung im vergangenen Dezember äusserten Anwohner Bedenken, dass die schmale Mürgstrasse durch zusätzlichen Verkehr belastet würde. Diese Bedenken seien laut Flammer unbegründet: «Am runden Tisch mit den Behörden haben wir Lösungen gefunden. So planen wir etwa zusätzliche Parkplätze unten beim Sportplatz oder Veloparkplätze des Veloverleihsystems Nextbike beim Kloster. Auch werden wir unsere Besucher ermuntern, mit dem Zug nach Stans zu kommen und den schönen Weg hinauf ins Kloster zu Fuss oder mit dem Velo zurückzulegen. Diese Anreise mit dem öffentlichen Verkehr oder dem Velo entspricht ja auch dem Geist von unserem kulinarischen Zentrum.» Gemäss einem früher erstellten Verkehrsgutachten führt das wiederbelebte Kloster dereinst auf der Mürgstrasse zu täglich 89 Mehrfahrten tagsüber und 13 Mehrfahrten abends, was verkraftbar sei, wie es im Gutachten hiess.

Stiftung Kulinarisches Erbe der Alpen gegründet

Auch während der Bewilligungsphase blieb man nicht untätig. Kürzlich wurde die Stiftung Kulinarisches Erbe der Alpen (Keda) gegründet, die sich mit rund 5 Millionen Franken an den Kosten für den Aufbau des Kompetenzzentrums für Regionalkulinarik beteiligen wird, das im Herbst 2019 voraussichtlich eröffnet werden soll. Die Stiftung habe dank Privatstiftern bereits einen Teil der Gelder beisammen, Flammer hofft aber noch auf weitere Privatstifter, insbesondere aus der Innerschweiz, die das Vorhaben unterstützen.

In den nächsten drei Monaten sollen das Betriebskonzept und das vollständige Betriebsbudget fertiggestellt werden, damit auch grössere Stiftungen um eine Beteiligung angegangen werden können. Im Sommer 2018 soll der Umbau des ehe­maligen Kapuzinerklosters starten, etwa ein Jahr später die Gastronomie und die Schule und danach die gesamten Klosterräumlichkeiten eröffnet werden. Die Umbaukosten von rund 7 Mil­lionen Franken trägt die Senn Values AG als Baurechtsnehmerin, die das Kloster im Oktober 2015 vom Kanton Nidwalden für einen Franken im Baurecht übernommen hat.