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STANS: Häuser am Dorfplatz werden nicht unter Schutz gestellt

Der Regierungsrat hat diese Woche beschlossen, die Häuser am Dorfplatz 4 und 5 sowie Gässli 1 in Stans nicht unter Schutz zu stellen. Als Grund nennt der Regierungsrat, dass dann «unverhältnismässig hohe Aufwendungen» zum Erhalt erforderlich wären.
Diese Gebäude am Dorfplatz 4 und 5 werden nicht unter Denkmalschutz gestellt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ (Archiv))

Diese Gebäude am Dorfplatz 4 und 5 werden nicht unter Denkmalschutz gestellt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ (Archiv))

Nun hat der Regierungsrat entschieden: Die Häuser am Dorfplatz 4 und 5 sowie Gässli 1 in Stans werden nicht unter Denkmalschutz gestellt. Bei den Gebäuden handelt es sich um Wohn- und Geschäftshäuser am unteren Ende des Dorfplatzes bei der Ausfahrt Engelbergerstrasse. In ihnen ist zur Zeit eine Pizzeria untergebracht. Die Liegenschaft bedürfe einer umfassenden Renovierung, um weiter eine vernünftige Nutzung zuzulassen, so der Regierungsrat. Und stünden die Gebäude unter Denkmalschutz, wären die Aufwände für die Renovierung in den Bereichen Statik, Brandschutz und Erdbebensicherheit unverhältnismässig hoch. Der Regierungsrat machte somit vom Artikel 10 Absatz 4 des Denkmalschutzgesetzes Gebrauch. Dieses besagt, dass der Regierungsrat von einer Unterschutzstellung absehen kann, wenn diese im Hinblick auf die Bedeutung des zu schützenden Objekts unverhältnismässig hohe Aufwendungen erfordern würde.

Die Staatskanzlei weist ferner darauf hin, dass nur eines der drei Häuser aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Dorfbrand von 1713 stamme. Auch aufgrund der vielen baulichen Anpassungen und Veränderungen vermöge der Eigenwert der Gebäude eine Unterschutzstellung nicht zu rechtfertigen.


Vorhergehende Einsprachen und Anträge

Die Eigentümerin der Wohn- und Geschäftshäuser am Dorfplatz 4 und 5 sowie Gässli 1 hatte im Februar 2014 ein Abbruchgesuch für alle bestehenden Bauten und ein Baugesuch für Ersatzneubauten eingereicht. Die Eigentümerin plant dort ein giebelständig zum Platz ausgerichtetes Wohn- und Geschäftshaus. Gegen das Bauvorhaben haben der Historische Verein Nidwalden (HVN) und der Innerschweizer Heimatschutz (IHS) beim Gemeinderat Stans Einsprache eingereicht. Die Kommission für Denkmalpflege stimmte in einer Stellungnahme dem Baugesuch ebenfalls nicht zu. Die Denkmalpflege beantragte die Unterschuztstellung. Die Häuser sind bereits durch das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als Ortsbild von nationaler Bedeutung geschützt. Deswegen vereinbarten die beteiligten Parteien, den Schutzstatus der Häuser durch einen Feststellungsentscheid zu klären.

Der Neubau müsse sich aber zwingend ins Ortsbild eingliedern, teilt die Staatskanzlei Nidwalden am Freitag mit. Der Situationswert der Gebäude sei als hoch einzustufen. Neben den Schutzbestimmungen des Bau- und Zonenreglements der Gemeinde Stans gilt auch der Regierungsratsbeschluss von 1963, welcher die Unterschutzstellung des Stanser Rathausplatzes, des Dorfplatzes und des Kirchenareals festlegt.

pd/spe

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