STANS: Hallenbad: Sanierung verschoben

Um Schäden bei einem Hochstand des Grundwassers vorzubeugen, will der Gemeinderat Änderungen am Sanierungsprojekt des Schulbads Pestalozzi vornehmen. Die Sanierung beginnt deshalb erst im April 2018.

Philipp Unterschütz
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Im Schulbad Pestalozzi in Stans messen sich Nidwaldner Schüler beim jährlichen Schwimmwettkampf. Bild: Matthias Piazza (Stans, 27. Februar 2013)

Im Schulbad Pestalozzi in Stans messen sich Nidwaldner Schüler beim jährlichen Schwimmwettkampf. Bild: Matthias Piazza (Stans, 27. Februar 2013)

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ nidwaldnerzeitung.ch

Im Rahmen der Ausarbeitung des Projekts zur technischen Sanierung sei die Grundwassersituation nochmals einer vertieften Prüfung unterzogen worden, heisst es im aktuellen Infoheft «Stans!». Diese Prüfung führt nun aber dazu, dass der Bau­beginn anstatt im April 2017 erst im Frühling 2018 erfolgt. Das mit der Risikoanalyse beauftragte ­Ingenieurbüro hat nämlich ­empfohlen, das Chromstahlschwimmbecken mit Mikropfählen im Untergrund zu verankern und die Bodenplatte des Ausgleichsbeckens zu beschweren. Auslöser für diese nachträgliche Änderung des Projekts sind Befürchtungen von Schäden, die durch den Auftrieb bei einem Hochstand des Grundwassers verursacht werden könnten.

«Die Betonwanne mit dem Becken steht bei Höchststand 2 Meter im Grundwasser», erklärt Gemeinderat Martin Mathis. «Bei Grundwasserhochstand und leerem Becken könnte es die Betonbodenplatte nach oben wölben, Risse würden sich bilden, und das Grundwasser könnte zwischen Beton und Becken eindringen.» Um diese Schäden zu beheben, müsste man das Becken wieder entfernen – eine kostspielige und umfassende Angelegenheit. Um solche Probleme wegen Auftriebs durch Grundwasserhochstände zu vermeiden, sei bisher das Schwimmbecken in solchen Situationen nicht geleert worden, sondern nur im Winter, wenn der Grundwasserstand tief sei, so Mathis weiter. «Bisher hatten wir auch Glück, dass wir im Sommer nie eine Notentleerung machen mussten.» Das sei aber nicht nachhaltig, was auch ein Grund für den Gemeinderat war, die vorgeschlagenen Massnahmen im Sinne einer ganzheitlichen Massnahme umzusetzen.

Weil aus Sicht des Schulbetriebs eine Sanierung im Winter keinen Sinn macht, hat der Gemeinderat beschlossen, die Umsetzung zu verschieben.

Mehrkosten sind noch nicht bekannt

Für die Sanierung genehmigte die Gemeindeversammlung im November 2016 einen Kredit von 1,9 Millionen Franken. «Wir sind momentan daran, die genauen Kosten des Projekts abzuklären. Im Idealfall haben die Mehrkosten für die Massnahmen in diesem finanziellen Rahmen noch Platz», hofft Mathis, der bestätigt, dass die Hochwasserproblematik zwar bekannt war, aber bei der Vorbereitung des Projekts zu wenig beachtet worden sei. «Das ist auch etwas unters Eis geraten, weil wir das Projekt gemeinsam mit Oberdorf entwickelt haben, wo sich die Grundwasserproblematik gar nicht stellt.»