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STANS: Hier bestimmen die Zuschauer das Ende des Stücks

Erfolgreich startete das Theaterwärch vergangenes Jahr. Heuer führt Stefan Wieland Regie. Die Krimikomödie «Scherenschnitt» sorgt für Überraschungen.
Das Theaterwärch bei der Probe: Kundin Anna Röthlin (Margrit Walpen) und Coiffeuse Rita Gerig (Luzia Gisler, rechts) im Gespräch. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 25. März, 2017))

Das Theaterwärch bei der Probe: Kundin Anna Röthlin (Margrit Walpen) und Coiffeuse Rita Gerig (Luzia Gisler, rechts) im Gespräch. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 25. März, 2017))

Sie sind jung, sie haben den Theatervirus im Blut und landeten mit ihrem Konzept Theater im Restaurant einen vollen Erfolg. Als Debüt gab das Theaterwärch einen Klassiker: «Die Physiker» von Dürrenmatt. «Ja, es ist sehr gut angekommen bei den Leuten. Wir haben eine gute Lücke gefunden, auch mit unserem jugendlichen Flair», sagt Theaterwärch-Präsidentin Franziska Filliger. Mit der Herausforderung, sich mit dem transportablen Bühnenbild auf jeden Saal individuell einzustellen, kam das Team ebenfalls bestens zu Rande.

Dieses Jahr nun führt Stefan Wieland Regie, auch für ihn eine Premiere, da der Countertenor und Schauspieler bislang noch nie in Alleinarbeit inszenierte. «Ich kenne ihn schon länger durch die Märli-Biini und konnte mir schon immer eine Zusammenarbeit mit ihm vorstellen. Wir möchten ja mit jungen Leuten zusammenarbeiten», begründet Franziska Filliger die Wahl. Auch der 29-jährige Wieland schätzt das Team vom Theaterwärch: «Die Leute vom Vorstand sind sehr engagiert. Bis jetzt habe ich noch nie den Satz gehört: ‹Das geht nicht.› Sie legen sich sehr ins Zeug.»

Schauspieler müssen extrem konzentriert sein

Beim Stück entschied man sich für eine Krimikomödie von Paul Pörtner: «Scherenschnitt» sorgt auch für den Zuschauer für Überraschungen. «Das Publikum darf den Mörder bestimmen», verrät Franziska Filliger. Sozusagen ein interaktives Stück. Denn jedes Mal kann dieses anders ausgehen. «Ja, das ist für die Schauspieler eine grosse Herausforderung», betont die 25-Jährige. «Sie wissen nämlich dadurch selbst nicht, wer der Mörder ist und können sich keine Konzentrationsfehler leisten. Sie müssen extrem parat sein.»

Dann geht das diesjährige Stück in Richtung Improvisationstheater? «Es gliedert sich in die drei Phasen Mord, Verhöre und Rekonstruktion des Mordzeitpunkts. In der dritten Phase improvisieren die Schauspieler», klärt Wieland auf. «Der Autor hat die dritte Phase im Grundgerüst skizziert.» In der vierten Phase bestimmen die Zuschauer dann das Ende des Stücks.

Heute ist Maskenbildner Roger Niederberger zur Beratung da. Es ist die erste Probe mit Maske, für die Anina Zihlmann verantwortlich zeichnet. In einigen Szenen müssen Markus Omlin und Luzia Gisler als Coiffeure ihre Kunden rasieren oder ihnen Lockenwickler eindrehen. Als Probenraum dient ein Hinterzimmer der Mensa in der Stiftung Weidli. Mit wenigen Möbeln ist der Eindruck des Coiffeursalons komplett. Die beiden Schauspieler spielen ihr «Coiffeur-Handwerk» bereits überzeugend. Stefan Wieland und Regieassistent Leo Di Verde verfolgen die Szenen aufmerksam, ab und zu geben sie ein Stichwort, wenn mal einer der Schauspieler einen Texthänger haben sollte.

Sechs Personen im Stück teilen sich relativ viel Text. «Es sind wunderbare Schauspieler», lobt Stefan Wieland. Mit Margrit und Lukas Walpen, die bereits im Innerschwiizer Alptheater von Beppi Baggenstos gespielt haben, aber auch mit Markus Omlin, bekannt durch seine Engagements beim Theater Stans, Theater Sarnen und bei der Märli-Biini, hat er drei echte Profis im Boot. «Die Spielfreude ist riesig», lobt der Regisseur seine Truppe. Franziska Filliger, die dieses Jahr auch mitspielt, bestätigt das: «Du kannst noch so einen schlechten Tag gehabt haben. Wenn du am Abend Probe hast, reisst dich deine Rolle einfach mit.»

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Premiere am Samstag, 6. Mai, im Restaurant Engel, Stans. Weitere Spielorte und Daten im Internet unter www.theaterwaerch.ch

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