STANS: Himmel und Bevölkerung sei Dank

Sie benutzen fast täglich den Himmel über unseren Köpfen. Dafür bedanken sich die Pilatus-Flugzeugwerke nun mit einer Plakatkampagne.

Philipp Unterschütz
Drucken
Teilen
Eine Plakatstelle in Buochs mit dem Sujet der Pilatus-Flugzeugwerke. (Bild Corinne Glanzmann)

Eine Plakatstelle in Buochs mit dem Sujet der Pilatus-Flugzeugwerke. (Bild Corinne Glanzmann)

Philipp Unterschütz

Wer momentan an einer Bushaltestelle wartet, möchte möglicherweise am liebsten abheben. Rund 50 Plakatstellen sind aktuell in der Zentralschweiz mit einem Sujet der Pilatus-Flugzeugwerke ausgerüstet. Auf dem grossformatigen Bild sind die ersten beiden PC-24-Prototypen, P01 und P02, bei einem Flug über dem Vierwaldstättersee zu sehen, im Hintergrund sind Meggen und das Luzerner Seebecken zu erkennen. «Wir sagen 2195 Mal Danke, dass wir den Himmel über Ihnen für unsere Highlights benutzen dürfen», heisst es über dem Bild. «Wir wollen Danke sagen für die breite Unterstützung, welche die Pilatus-Flugzeugwerke von der Bevölkerung der Zentralschweiz erfahren», sagt Jérôme Zbinden, Assistent des Verwaltungsratspräsidenten bei den Pilatus-Flugzeugwerken, auf Anfrage unserer Zeitung.

Auf Luftraum in Region angewiesen

«Dabei geht es um den Luftraum über der Zentralschweiz, welchen wir für unsere Testflüge beanspruchen müssen. Wir sind auf diesen Luftraum nahe dem Werk angewiesen, und nur dann, wenn wir diesen zur Verfügung haben, können wir auch Flugzeuge wie den PC-24-Businessjet in Stans entwickeln und weltweit verkaufen. Gleichzeitig wollen wir aber auch zeigen, dass wir auf den Standort Nidwalden setzen, und bildlich darstellen, wie viele Mitarbeitende bei Pilatus tätig sind und von Pilatus leben», so Zbinden weiter.

Auf dem Plakat sind denn auch die 2195 Namen von sämtlichen Voll- und Teilzeitmitarbeitenden von Pilatus abgedruckt. «Wir haben mehrheitlich Bushaltestellen ausgewählt, da Leute dort stehen und die Möglichkeit haben, die einzelnen Mitarbeiternamen zu lesen», erklärt Jérôme Zbinden die Standorte der Kampagne, die insgesamt drei Wochen läuft. Zusätzlich habe man einzelne Inserate geschaltet, unter anderem in lokalen Tourismusmagazinen. Und das Sujet kommt offensichtlich an. Es gebe viele positive Rückmeldungen von aussen. Die Mitarbeitenden würden von Freunden immer wieder darauf angesprochen, und Handyfotos des Plakats würden rege auf Social-Media-Kanälen geteilt. «Bei Pilatus sind auch diverse Anfragen eingegangen, und viele Mitarbeitende haben sich das Plakat bereits grossformatig in ihr Büro gehängt.»

Testflüge laufen wunschgemäss

Und am Himmel selber läuft es nach Plan. Der erste PC-24-Prototyp hat soeben Testflüge in Spanien absolviert. Der zweite befindet sich momentan für einen Monat in Prestwick in Schottland. Dort werden unter anderem Flüge durchgeführt, um die Auswirkungen von Vereisungen auf das Flugverhalten testen zu können. «Über der Nordsee herrschen im Moment optimale natürliche Vereisungsbedingungen. Die herausfordernden Testflüge verlaufen insgesamt gut, und wir sind zufrieden mit dem Fortschritt», sagt Jérôme Zbinden. Die Zertifizierung und erste Auslieferungen an Kunden seien für das vierte Quartal 2017 vorgesehen.