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STANS: Hochwasser: Nidwaldner Hilfsfonds muss grosszügiger werden

In Nidwalden sollen Schäden an Boden und Kulturen, die in Hochwasserentlastungsgebieten entstehen, vollumfänglich entschädigt werden. Der Regierungsrat setzt einen Auftrag des Parlaments um und hat eine Revision des Hilfsfondsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt.
In den Staatsübungen werden Krisensituationen simuliert; zum Beispiel ein Hochwasser. Im Bild zu sehen ein allerdings sehr reales Hochwasser beim Kniribach in Stans. (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

In den Staatsübungen werden Krisensituationen simuliert; zum Beispiel ein Hochwasser. Im Bild zu sehen ein allerdings sehr reales Hochwasser beim Kniribach in Stans. (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Der Nidwaldner Hilfsfonds unterstützt Grundeigentümer, deren Boden oder Kulturen durch ein Naturereignis Schaden erlitten haben. Voraussetzung ist, dass eine Versicherung nicht möglich war, und dass der Schaden nicht auf zumutbare Weise hat verhindert werden können.

Ziel des Hilfsfonds ist eine Abmilderung des entstandenen Schadens für den Betroffenen. Die Vergütungssätze liegen für Waldboden bei 30 Prozent und bei Kulturboden bei 60 Prozent. Bei Schäden in Hochwasserentlastungsgebieten beträgt der Satz aktuell 90 Prozent.

Der Landrat hat vor einem Jahr per Motion verlangt, dass die Vergütung zu Schäden in Hochwasserentlastungsgebieten 100 Prozent betragen soll. Der Regierungsrat lehnte die Motion damals ab. Es sei zwar so, dass Hochwasserentlastungsgebiete bei Ereignissen stärker belastet würden als andere Grundstücke, doch würden diese durch Schutzbauten auch vor wesentlich höheren Schäden geschützt. Es drohe eine Ungleichbehandlung mit anderen von Elementarschäden betroffenen Grundeigentümern.

Seit 2011 hatte der Hilfsfonds 19 Schäden in Hochwasserentlastungsgebieten vergütet. Er zahlte knapp 115'000 Franken aus. Die Mehrbelastung bei einer Vergütung von 90 Prozent hätte in diesen sechs Jahren total 13'000 Franken betragen, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Montag.

Die Motion verlangt ferner, dass neu auch Schäden von unter 500 Franken vergütet werden. Der Regierungsrat geht davon aus, dass sich diese Mehrbelastung im überschaubaren Rahmen bewegen dürfte. Allerdings rechnet er für die Erfassung und Auszahlung solcher Kleinstschäden mit einem grösseren Bürokratieaufwand. (sda)

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