STANS: Hölzerne Wärme am Stanser Dorfplatz

Es ist angenehm warm in Johns Saloon. Das Hüttli am Dorfplatz fällt am Rande des Stanser Umzugs auf.

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Stolz auf ihr Hüttli (oben v.l. im Uhrzeigersinn): Daniel Nauer und die Brüder Florian, Andreas und Tobias Flühler. (Bild Markus von Rotz/Neue NZ)

Stolz auf ihr Hüttli (oben v.l. im Uhrzeigersinn): Daniel Nauer und die Brüder Florian, Andreas und Tobias Flühler. (Bild Markus von Rotz/Neue NZ)

Die drei Brüder Florian, Andreas und Tobias Flühler aus Oberdorf sind mit einem Kollegenpärchen seit Jahren hier an der Fasnacht anzutreffen. Sie heizen mit Holz, sind damit unabhängig von elektrischem Strom. Sie kochen draussen auf offenem Feuer Kaffee.

«Das Hüttli dient vor allem uns, damit wir uns aufwärmen können, aber auch Kollegen wissen, dass sie bei uns willkommen sind», erzählt einer der Brüder. Auch Passanten bekommen einen Kaffee – auf der Theke steht ein Kässeli für einen freiwilligen Beitrag.

Schon kurz nach 4 Uhr am Schmutzigen Donnerstag haben sie ihren Standort am Dorfplatz eingenommen. Über dem Dach ihres Saloons weht die Nidwaldner Fahne. Sie soll auswärtigen Besuchern zeigen, in welchem Kanton sie gerade zu Gast sind.

Sie guuggen gemeinsam
Mitten im Umzugsgetümmel fällt eine Formation mit speziellen Klängen auf. Sie präsentieren sich auch vor den Gewaltigen der Frohsinngesellschaft, bevor der Umzug losläuft: Projekt 04 nennt sich die Gruppe kurz. Und dieses Projekt tönt absolut hörenswert. Kein Wunder: Die Mitglieder, alles Engelberger oder Nidwaldner, sind ehemalige Mitglieder von verschiedenen Guuggenmusigen. Sie ziehen seit 2004, darum auch ihr Name, landauf, landab, an die Fasnacht und posaunen und trommeln drauf los.

Die Stanser Fasnacht ist immer auf dem Terminkalender, ja für sie gar «lebenswichtig», sagt ein Mitglied. Man trifft sie zudem auch an anderen Orten an. So werden sie heute Samstag in der Stadt Luzern spielen.

Markus von Rotz