Stans
Holzbaracken von Job-vision werden durch Neubau ersetzt

Auf dem Areal der Job-vision in Stans soll ein Neubau zwei alte Baracken ersetzen. Der Regierungsrat hat dafür beim Landrat einen Objektkredit von 2 Millionen Franken beantragt.

Kristina Gysi
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(pd/KG) Nebst anderen Anbietern trifft Job-vision in den Kantonen Nidwalden und Obwalden Massnahmen für erwerbslose Menschen, damit diese besser vermittelt und möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Jährlich werden zwischen 200 und 300 Stellensuchende in verschiedenen Arbeitsbereichen im Betrieb beschäftigt.

Seit 2008 ist die Job-vision Ob-/Nidwalden in Räumlichkeiten der armasuisse am Bürgenberg in Stans eingemietet. Die Gebäude wurden in den Vierziger- bis Sechzigerjahren erstellt und sind entsprechend in die Jahre gekommen. Während im Hauptgebäude und für die Schreinerei gute Arbeitsbedingungen geschaffen werden konnten, befinden sich die Holzbaracken der Cafeteria sowie der Abteilungen Natur&Landschaft und Fotografie in einem sehr schlechten Zustand. Es zeichnet sich ab, dass es ohne beträchtliche Investitionen in naher Zukunft nicht mehr zumutbar sein wird, in den beiden Gebäuden zu arbeiten.

Die Baracke, in der heute die Abteilungen Natur&Landschaft sowie Fotografie untergebracht sind.

Die Baracke, in der heute die Abteilungen Natur&Landschaft sowie Fotografie untergebracht sind.

Bild: PD

Räumlichkeiten werden erweitert

Nachdem der Regierungsrat verschiedene Optionen geprüft hat, ergab sich, dass ein zweistöckiger Neubau anstelle der beiden Gebäude am sinnvollsten ist, heisst es in einer Mitteilung der Standeskanzlei Nidwalden. Geplant wird ein zweckdienlicher Bau mit einem schlichten Ausbaustandard und robusten Oberflächen in Holz-Elementbauweise. Im Neubau können die gesamte Schreinerei, die Malerei und die Räumlichkeiten der Abteilung Natur&Landschaft auf einer beheizbaren Fläche von rund 680 Quadratmetern untergebracht werden. Somit werden die Räumlichkeiten um rund 165 Quadratmeter erweitert.

Die beiden alten Baracken sollen durch einen zweckmässigen Neubau ersetzt werden.

Die beiden alten Baracken sollen durch einen zweckmässigen Neubau ersetzt werden.

Bild: PD

Nebstdem bauliche Missstände beseitigt werden, überzeugt das Projekt auch damit, dass betriebliche Abläufe optimiert werden können. So werden in Zukunft Lagerflächen bereitgestellt sowie die Logistik und die Arbeitssicherheit verbessert. Zudem wird mit dem Neubau ein Mehrwert geschaffen, da er flexibler genutzt werden kann als die heutigen Baracken. Der Kanton rechnet mit Baukosten in der Höhe von 2 Millionen Franken. Der Kredit für den Neubau bedarf der Zustimmung des Landrates. Dieser wird sich voraussichtlich Ende Mai 2021 damit beschäftigen. Ziel ist es, das Gebäude im Verlauf des Jahres 2022 zu realisieren.

Kanton verfügt selber über kein passendes Grundstück

Damit der Kanton Nidwalden bauliche Veränderungen auf dem Areal vornehmen kann, ist ein Baurechtsvertrag zwingend. Die Liegenschaftsbesitzerin armasuisse zeigt sich bereit, einen entsprechenden Vertrag über 30 Jahre abzuschliessen – unter Vorbehalt, dass der Bund diesen genehmigt. Die Genossenkorporation Stans hat dem Vertrag ebenfalls zugestimmt, sie behält ihr unbefristetes Vorkaufsrecht bei.

Gegenüber der heutigen Lösung mit einem Mietzins kann der Kanton in Zukunft jährlich rund 100'000 Franken einsparen, wodurch der Neubau voraussichtlich kostenneutral realisiert werden kann. «Auf diese Weise kann der Standort langfristig und zu günstigen Kondition gesichert werden», sagt Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. «Der Kanton selber besitzt kein Grundstück oder Gebäude, das die Bedürfnisse der Job-vision abdecken kann.» Die Investitionen werden vollumfänglich durch den Kanton Nidwalden getätigt und lassen sich über Projektkosten für arbeitsmarktliche Massnahmen durch den Bund rückfinanzieren. Das Vorgehen ist mit dem Kanton Obwalden abgesprochen.

Der Weg zurück ins Arbeitsleben

Die Job-vision bietet stellensuchenden Personen aus Obwalden und Nidwalden – insbesondere aus handwerklichen und kaufmännischen Arbeitsbereichen – die Möglichkeit, während maximal sechs Monaten einer geregelten Arbeit nachzugehen. Ziel des Beschäftigungsprogramms ist es, den Teilnehmenden einen strukturierten Tagesablauf zu ermöglichen, vorhandene berufliche Fähigkeiten zu vertiefen oder neue zu erwerben sowie den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu erleichtern. Jährlich werden zwischen 200 und 300 Stellensuchende im Betrieb beschäftigt.