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STANS: Idee der Tieferlegung flammt neu auf

CVP-Landräte sorgen sich um die Verkehrssituation in und um den Dorfkern von Stans. Sie haben einen Vorstoss eingereicht. Pikant: Sie nennen darin die Tieferlegung der Zentralbahn als Lösungsansatz und verlangen vertiefte Abklärungen.
Oliver Mattmann
Stausituation beim Karliplatz, während die Barriere der Zentralbahn geschlossen ist. (Bild: Oliver Mattmann (Stans, 22. Dezember 2017))

Stausituation beim Karliplatz, während die Barriere der Zentralbahn geschlossen ist. (Bild: Oliver Mattmann (Stans, 22. Dezember 2017))

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Ab und zu blitzt sie wieder auf, die Idee, die Zentralbahn (ZB) in Stans tieferzulegen, um die Barrieren verschwinden zu lassen und den Verkehrsfluss auf den Strassen zu steigern. So setzte sich vor Jahren auch ein Kollegischüler in seiner Maturaarbeit damit auseinander. Doch konkrete Pläne dafür existierten bis heute nicht, und wenn doch, dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ist der Leidensdruck zu wenig gross? Oder wollte sich bisher auf politischer Ebene niemand die Hände daran verbrennen? Eines ist klar: Vor allem in finanzieller Hinsicht bräuchte es einiges an Überzeugungsarbeit, ein solches Mammutprojekt durchzubringen. «An anderen Orten ist der Beweis aber bereits erbracht worden, dass es geht», hält der Stanser CVP-Landrat Hans-Peter Zimmermann fest. Als Beispiel nennt er die letzten Kilometer vor der Einfahrt der ZB in Luzern. «Zunächst erschien eine unterirdische Linienführung auch dort eher unrealistisch. Und heute kann sich niemand mehr etwas anderes vorstellen.»

Zusammen mit Partei- und Landratskollege Andreas Gander hat Hans-Peter Zimmermann ­einen Vorstoss eingereicht. Dabei fordern sie, eine barrierenfreie Querung der Zentralbahn im Bereich Bahnhof Stans und Karliplatz zu prüfen. «Bei Gesprächen innerhalb der CVP-Ortspartei Stans haben wir uns bestätigt gefühlt, dass sich die Situation mit Staus ins und ums Dorf zuspitzt», erzählt Hans-Peter Zimmermann. Mit Blick auf die kommenden Generationen fänden sie es gut, wenn das Thema wieder mal aufs Tapet käme.

Auch der Steilrampentunnel nach Engelberg sei irgendwann realisiert worden, obschon dies vor einigen Jahrzehnten niemand für möglich gehalten hätte. «Vielleicht braucht es auch bei einer möglichen Tieferlegung der Bahn oder anderen Lösungsansätzen einen gewissen Prozess, bis ein Vorhaben in den Köpfen der ­Leute reift», so Hans-Peter Zimmermann. Wie die Zentralbahn selbst ihre Zukunft im Zentrum von Stans sehe, sei nicht offenkundig, heisst es im Postulat. Zimmermann und Gander wollen geklärt haben, welche ungefähren Kosten eine Tieferlegung ausmachen würde, ob eine Finanzierung durch den Bund gegeben wäre und welcher Zeit­horizont anzunehmen sei.

Mit der Autobahn gäbe es im Prinzip eine Umfahrung

Handlungsbedarf orten die beiden CVP-Politiker aber auch auf der Strasse. Bei der Verzwei- gung Robert-Durrer-Strasse und Buoch­serstrasse bilden sich nicht nur wegen geschlossener Barrieren regelmässig Rückstaus, vor allem in den Stosszeiten. Da die Postautos in Richtung Ennetbürgen und Beckenried ebenfalls diesen Abzweiger benutzen, sei der öffentliche Verkehr von diesem Umstand ebenfalls betroffen. Das Problem ist bekannt, und es sind in der Vergangenheit verschiedene Lösungen diskutiert worden, wie man diesem begegnen könnte. Vielleicht mit einer Ampel? Oder mit einem Kreisel? «Es wäre an der Zeit, die heutige Situation neu zu beurteilen. Dabei sollen alle Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen aufgezeigt werden», heisst es im Vorstoss.

Die Postulanten räumen zwar ein, dass es mit der geplanten Westumfahrung auf der heutigen Strasse entlang der Müller Martini AG zu einer Entschärfung beim Karliplatz kommen sollte. Und dass mit der Autobahn eigentlich eine «Umfahrung» bestehen würde für jene, die von Stans in Richtung Buochs/Ennetbürgen wollen. «Nur leider wird diese zu wenig benutzt, weil es vielen Autolenkern westlich des Dorfkerns wohl zu unbequem ist, zur A2-Einfahrt beim Länderpark zu fahren», mutmasst Hans-Peter Zimmermann. Doch selbst wenn die alternativen Strecken häufiger gewählt würden, sei das Problem damit nicht vom Tisch. «Der Verkehr dürfte auch in Zukunft stetig zunehmen und damit ein Mehr an Frequenzen durch das Stanser Zentrum bringen.»

Zimmermann und Gander glauben nicht, dass sie mit ihrer Prognose allein dastehen. In Gesprächen mit der Bevölkerung und zuständigen Stellen haben sie den Eindruck gewonnen, dass bei allen zu diesem Thema der Schuh drückt. «Nur ist es beim Problem, das sich stellt, wie bei einer heissen Kartoffel: Jeder gibt es weiter.» Für die beiden ist es deshalb an der Zeit, die Verantwortlichen an einen Tisch zu bringen und einen Schritt nach vorne zu machen. Wann der Vorstoss im Landrat behandelt wird, ist noch offen.

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