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STANS: Im Theater kennt sie kein Nein

Die Zürcher Theaterfrau und Kabarettistin Bettina Dieterle inszeniert das komische wie poetische Stück «Cyrano de Bergerac». Von ihren 180 Mitarbeitenden ist sie hell begeistert.
Romano Cuonz
Regisseurin Bettina Dieterle zeigt, wie sie es gerne hätte. Hier mit Lukas Tschümperlin. (Bild: Romano Cuonz (Stans, 28. Januar 2017))

Regisseurin Bettina Dieterle zeigt, wie sie es gerne hätte. Hier mit Lukas Tschümperlin. (Bild: Romano Cuonz (Stans, 28. Januar 2017))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Ich bin ein Menschenfreund, aber auch ein wenig eine Wahnsinnige», charakterisiert sich die 52-jährige Zürcher Schauspielerin, Regisseurin, Acapickels-Kabarettistin und Autorin Bettina Dieterle selber. Zurzeit inszeniert und gestaltet die erfahrene Theaterfrau an der Mürg in Stans «Cyrano de Bergerac» von Edmond Rostand. Mitten auf der grosszügig gestalteten Bühne steht sie. Und wie sie den Spielern dies oder jenes vorzeigt, mit der Regieassistentin oder Leuten aus der Bühnenmannschaft über immer schnellere Abläufe diskutiert, blitzt ihr ganzes Temperament auf. Mimik und Gestik verraten Wachheit, Präsenz und ungewöhnliches Engagement. Dieterle ist eine Regisseurin, die ganz genau weiss, was sie will. Sie selber sagt von sich: «Wenn ich eine Idee habe, dann probiere ich sie aus. Ein Nein gibt es für mich in der Theaterarbeit nicht.»

Richtiges Stück und richtige Frau

«Als Freddy Businger – und mit ihm die Theatergesellschaft Stans – mich anrief und kennen lernen wollten, freute ich mich sehr», erinnert sich Dieterle. Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen. Mit der siebenköpfigen Stückkommission studierte sie rund zehn meist komische Stücke des französischen Theaters. «Am Schluss einigten wir uns auf Cyrano de Bergerac», sagt sie. «Für dieses Stück besitzen wir heute eine traumhaft verdichtete Mundartfassung von Ueli Blum.» Dank dieser Vorarbeit habe sie sich voll auf eine fantasievolle Regiearbeit mit allem Drum und Dran konzentrieren können. Sie führt zwar erstmals bei einem Innerschweizer Laientheater Regie, aber dennoch auch hier den meisten bekannt – vom Fernsehen: In «Benissimo», «Mannezimmer» und «Fascht ä Familie» oder im «Café Bâle» trat sie auf. Auch war sie Gründungsmitglied des legendären musikalischen Frauen-Kabaretts Acapickels. Für das komische wie poetische und geistreiche Stück ist sie ohne Zweifel genau die richtige Frau.

«In meiner langen Laufbahn habe ich noch selten ein Ensemble von 180 Frauen und Männern vor und hinter der Bühne angetroffen, das mit so viel Herzblut an die Arbeit ging», sagt Bettina Dieterle. «Ich bin in Stans absolut glücklich.» Beeindruckt habe sie, wie bei jedem kleinsten Problem sogleich jemand mit der richtigen Idee zur Stelle sei. Guckt man ihr bei der Arbeit über die Schulter, stellt man die eine oder andere Eigenwilligkeit fest. Nicht zuletzt ihrem Kabarettistenblut dürfte zu verdanken sein, dass sie den Humor im Stück mit ihrem eigenen wundersam ergänzen kann. So entstehen zusätzliche lustige Momente und witzige Pointen. Grossen Wert legt die Zürcherin auf deren nahezu perfektes Timing. Wird eine Fensterscheibe zerschlagen, geht sie – im Gleichklang und Rhythmus der Sprache – tatsächlich kaputt. «Wenn Mitspieler meine Ideen am Anfang blöd finden, ermutige und überzeuge ich sie, es doch einfach einmal zu probieren, und meist funktioniert es dann auch», freut sich die Regisseurin. Wenn sie an etwas glaube, wolle sie es auch haben. Da sei sie stur. Und Bettina Dieterle verspricht nicht zu viel, wenn sie sagt: «Man wird im Theater Stans meine persönliche Handschrift vor allem am Humor und an der Ästhetik erkennen.» Und dabei sei das Bühnenbild von Dave Leuthold etwas vom Schönsten, das sie je gesehen habe. «Ich glaube, da fliessen seine und meine Art von Ästhetik zusammen.»

Cyrano de Bergerac

Die Spielzeiten finden Sie jeweils in unserem Eventkalender.

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