Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STANS: Ist es schwieriger als Linker?

Am Mittwoch wurde Conrad Wagner zum Landratspräsidenten gewählt. Er ist nach Peter Steiner erst der zweite Landratspräsident, welcher der Grünen Partei (einst DN) angehört. Im Gespräch verrät er, was ihm dabei wichtig ist.
Gut gelaunt unterwegs: Conrad Wagner mit seiner Ehefrau Yolenny Ramos und Landweibel Eduard Amstad. (Bild: Corinne Glanzmann)

Gut gelaunt unterwegs: Conrad Wagner mit seiner Ehefrau Yolenny Ramos und Landweibel Eduard Amstad. (Bild: Corinne Glanzmann)

Interview Kurt Liembd

Vor fünf Jahren wurden Sie aus dem Landratsbüro geworfen. Heute sind Sie trotzdem höchster Nidwaldner. Haben Sie und Ihre Partei diesen Rauswurf heute verdaut?

Conrad Wagner: Ja klar. Wichtiger als der «Rauswurf» und die Zusatzschleife ist für uns die Tatsache, dass man uns und unsere Arbeit im Landrat akzeptiert. Auch wenn wir nicht immer heiss geliebt werden, zeigt sich die Wertschätzung der Grünen und der SP nun im Landratspräsidium.

Ist es schwieriger, als Grüner den Landrat zu präsidieren, als wenn man einer bürgerlichen Partei angehört?

Wagner: Jeder Präsident verkörpert unabhängig von Parteifarbe und seiner Gemeinde den ganzen Kanton. Insofern ist die Antwort Nein.

Wo setzen Sie Schwerpunkte?

Wagner: 2015 ist ein Jubiläumsjahr mit besonderen geschichtlichen Bezugspunkten. Dies spannt den Bogen vom Wiener Kongress 1815 über die Gestaltung des modernen Europas bis zur heutigen Welt, wo Digitalisierung und Migrationsströme alle Grenzen verwischen und relativieren. Das stellt uns vor gewaltige Anforderungen.

Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit als Landratspräsident?

Wagner: Dass die gute und sachbezogene Zusammenarbeit im Landrat weitergeht und dass ich als Landratspräsident weiterhin, ungeachtet politischer Meinungsunterschiede, erwarten kann, dass wir alle am gleichen Strick ziehen. Letztlich im Interesse unseres Kantons und im Dienste der Demokratie.

Wie ist Ihr Verhältnis zum neuen Landammann Hans Wicki? Haben Sie politisch das Heu auf der gleichen Bühne?

Wagner: Nicht immer. Wir sind ja nicht in einem Einparteienstaat. Aber wir haben, bei allen Verpflichtungen gegenüber unseren Wählern, immer das Gesamtinteresse unseres Kantons im Kopf und im Herzen. Persönlich schätze ich ihn trotz der andern Parteifarbe als Mensch, und ich habe Respekt vor seiner Arbeit und seiner Leistung.

Was wünschen Sie sich für Nidwalden für die nächsten 20 Jahre?

Wagner: Dass die Menschen weiterhin gerne hier leben, wohnen und arbeiten, und dass sie stolz darauf sind, Nidwaldner zu sein.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.