Jasskarten eines Luzerner Illustrators «made in Nidwalden»

Obwohl Jassen ein urschweizerisches Spiel ist – die Karten kommen oft aus dem Ausland. Sujets des Luzerner Illustrators Benedikt Notter zieren jetzt eine einheimische Variante.

Red.
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Eine Mitarbeiterin des Weidli in Stans bricht die frisch gedruckten Jasskarten aus dem Bogen.

Eine Mitarbeiterin des Weidli in Stans bricht die frisch gedruckten Jasskarten aus dem Bogen.

Bild: Corinne Glanzmann

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts GfS Zürich brachte es 2012 an den Tag: 63 Prozent der Schweizer tun es, 41 Prozent gar regelmässig. Jassen ist ein Schweizer Nationalsport. Die Jasskarten werden aber meist im Ausland hergestellt.

Nun hat das Stanser Druckunternehmen Engelberger Druck AG eigene Jasskarten produziert. Auf den 3000 Sets «made in Nidwalden» prangen die Sujets des Luzerner Illustrators Benedikt Notter. Diese ähneln zwar den Originalen, weisen aber in den Einzelheiten viele Unterschiede auf. Mitarbeiter der Heilpädagogischen Werkstätte der Stiftung Weidli haben die Karten aus den Druckbogen ausgebrochen.

Die Sets werden in erster Linie als Kundengeschenke gebraucht. «Ziel unserer Aktion ist es auch, die Jungen von den Online-Spielen wegzuholen und wieder mehr fürs Jassen zu gewinnen», sagt Sandro Blättler, Verkaufsleiter der Engelberger Druck AG.