STANS: Jetzt wird «dezentral» gegessen

Die angekündigte Aufteilung der Esszone war das meistdiskutierte Thema im Vorfeld der Musiktage. Ein Augenschein zur Halbzeit ergibt: Es ist halb so schlimm.

Christian Hug
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Dezentralisiert, aber deshalb nicht weniger beliebt: die Essensstände an den Stanser Musiktagen. (Bild André A. Niederberger)

Dezentralisiert, aber deshalb nicht weniger beliebt: die Essensstände an den Stanser Musiktagen. (Bild André A. Niederberger)

Bisher war die Sache mit dem Nachtessen an den Stanser Musiktagen ganz einfach: Auf dem Dorfplatz stand das grosse Esszelt mit über 450 Sitzplätzen und gleich daneben in der Marktgasse die neudeutsch Foodzone genannte «Fassstrasse», in der man so bequem aussuchen konnte, ob man nun eher Lust auf Ghanesisch oder doch lieber auf Fischchnusperli hat. Das ist nun alles anders: Auf dem Dorfplatz selbst steht zum Essen nur noch ein in der Grösse reduziertes Zelt mit 200 Sitzplätzen, in dem Desserts und Kaffee erhältlich sind. Das ehemalige grosse Esszelt ist auf vier kleinere, in der Schmiedgasse und im Kollegi verteilte Restaurantzelte aufgeteilt.

Und wo ist der Grieche?

Und schon beginnt das grosse Problem, das im Vorfeld viel zu reden gab und zu reden gibt: Wenn eine Gruppe von Leuten gemeinsam essen gehen will: Muss man sich dann aufteilen, wenn die eine Hälfte Lust auf Indisch und die andere Hälfte «Gluscht» auf Mexikanisch hat? Im Grunde ja. Tatsächlich aber ist das noch nicht überall durchgedrungen. Martin Allens­pach, der mit seiner Frau Urai den Thai-Stand Urma im «Märcht»-Zelt in der Markt-/Spittelgasse führt, erzählt: «Es kommt immer wieder vor, dass zum Beispiel von einer Fünfergruppe zwei Leute bei uns Frühlingsrollen bestellen und die anderen drei fragen: ‹Und wo ist der Grieche?› Manche reagieren schnell und entscheiden sich um, andere Gruppen teilen sich auf.»