STANS: Junglenker rasten nachmittags durchs Dorf

Am Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr lieferten sich zwei Kollegen beim Dorfeingang Stans ein Strassenrennen. Im Eifer der Aufholjagd fuhr einer der Junglenker bei einem Kreisel kurzerhand linksherum – und prallte prompt mit seinem Kontrahenten zusammen.

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Der Unfall-Kreisel: Einer der Junglenker raste kurzerhand links herum. (Bild Kapo Nidwalden)

Der Unfall-Kreisel: Einer der Junglenker raste kurzerhand links herum. (Bild Kapo Nidwalden)

Die beiden 20 bzw. 19-jährigen Schweizer Staatsbürger aus der Zentralschweiz mündeten hintereinander von der Spichermatt in die Stansstaderstrasse ein und fuhren Richtung Dorf Stans weiter. Während das vordere Fahrzeug den Kreisel bei der Nidwaldner Kantonalbank normal befuhr, versuchte der nachfolgende Personenwagenlenker Zeit gut zu machen und setzte seine Fahrt links des Kreisels fort. Auf Höhe der Ausfahrt in die Robert-Durrer-Strasse kam es anschliessend zu einer Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen.

Ohne anzuhalten begaben sich die beiden jungen Männer mit ihren beschädigten Autos in die Tiefgarage Dorfpark. Nachdem sie das weitere Vorgehen abgesprochen hatten, kehrte der eine wieder zum Unfallort zurück, um die verlorenen Fahrzeugteile einzusammeln. Der andere machte sich schleunigst auf den Weg zu einer Reparaturwerkstätte.

Raser kommen vor den Richter
Dank aufmerksamen Passanten und den Ermittlungen der Polizei konnten die verantwortlichen Personen wenig später ausfindig gemacht werden. Für ihr unentschuldbares Verhalten müssen sie sich vor dem Richter verantworten. Nebst einer Busse wird auch ein Administrativverfahren gegen sie eingeleitet.

Bedenklich ist vor allem, um welche Tageszeit sich die beiden Lenker das unüberlegte und sinnlose Rennen lieferten, wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilt. Mit ihrem Fehlverhalten hätten sie nicht nur sich selber in grosse Gefahren manövriert sondern auch das Leben von andern Verkehrsteilnehmern aufs Spiel gesetzt. Gerade im Bereich des Kreisels seien zu diesem Zeitpunkt sehr viele Radfahrer und Fussgänger unterwegs. Über die Konsequenzen bei einem allfälligen Unfall mit unbeteiligten Personen seien sich die beiden wohl nicht im Klaren gewesen.

scd