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STANS: Kantonsspital erwartet Grossansturm

Fabios Schicksal bewegt. Über 500 wollen an der Registrierungsaktion teilnehmen. Selbst das Schweizerische Rote Kreuz spürt die Solidaritätswelle.
Braucht dringend eine Blutstammzellenspende: Fabio Paco. (Bild: PD)

Braucht dringend eine Blutstammzellenspende: Fabio Paco. (Bild: PD)

Matthias Piazza

Die Geschichte über Fabio Paco (17), der an einer sehr seltenen Krankheit leidet und dringend Blutstammzellen braucht (siehe «Zentralschweiz am Sonntag»), löste eine Welle der Anteilnahme aus. Die Zahl der Zusagen im Facebook schnellte nach dem Erscheinen unseres Artikels nochmals in die Höhe. Auf über 560 ist die Zahl derer im Facebook angestiegen, die am 30. Juli an der Registrierungsaktion am Kantonsspital Nidwalden teilnehmen wollen, welche die Arbeitskollegen von Fabios Mutter ins Leben riefen. Von der grossen Resonanz ist auch Spitalrektor Urs Baumberger beeindruckt. «Wir rechnen mit rund 500 Leuten, die an der Registrierungsaktion aufkreuzen, was uns sehr freut.» Um den Grossansturm zu bewältigen, wird die Verkehrsregelung mit der Polizei besprochen und festgelegt. Ein solcher Aktionstag soll aber die Ausnahme bleiben. «Man kann sich ja jederzeit beim Schweizerischen Roten Kreuz registrieren lassen. Aber ein öffentlicher Anlass hat einen symbolischen Charakter und mobilisiert. Weil die Eltern von Fabio bei uns arbeiten, führen wir diese einmalige Aktion gerne durch.»

Schicksal berührt

«Ich weiss von Kollegen, die weinten, als sie den Bericht über Fabios Schicksal lasen», meint Joël Super, der als bester Freund Fabios den Facebook-Aufruf lancierte.

Auch der Portugiesische Verein Nidwalden (Associação Portuguesa de Nidwalden) ist mit im Boot. Er rief im Facebook, via E-Mail und portugiesischen Medienkanälen seine Landsleute auf Portugiesisch zum Registrieren auf. «Die tragische Geschichte berührt uns. Die Eltern von Fabio sind Mitglieder in unserem Verein. Wir möchten sie auf diese Art unterstützen», meint Marcelo Duarte, der Kassier im Vorstand des 120-köpfigen Vereins ist.

Viel mehr Registrierungen

Die Solidaritätswelle schwappte bis zum Schweizerischen Roten Kreuz über. «Seit der Zeitungsartikel am Sonntag erschienen ist, registrierten sich 65 potenzielle Spender bei uns», sagt Rudolf Schwabe, Direktor Blutspende beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK), auf Anfrage. Und seit der Aufruf am Mittwoch im Facebook läuft, gabs über 1200 neue Registrierungen beim SRK. «Normal sind es etwa 200 bis 300 Registrierungen in der Woche. Die Veröffentlichung von Fabios Schicksal dürfte wohl massgeblich zu diesem sprunghaften Anstieg an Registrierungen beigetragen haben», ist er überzeugt.

Bei einer Registrierung wird der Blutstammzellentyp bestimmt und in die Datenbank, die mittlerweile aus 25 Millionen potenziellen Spendern weltweit und 65 000 schweizweit besteht, eingetragen. Nicht alle Spender kommen für jeden Empfänger in Frage, in 30 Prozent der Fälle lässt sich kein Spender finden. «Mit solchen Aktionen steigen die Chancen auf einen geeigneten Spender – davon profitiert nicht nur Fabio, sondern auch andere Patienten, die unter einer ähnlichen Krankheit leiden», hält Rudolf Schwabe fest.

Wer fürs Blutspenden in Frage kommt, eignet sich in der Regel auch fürs Spenden von Blutstammzellen. Freiwillige müssen zwischen 18 und 55 Jahre alt und mindestens 50 Kilo schwer sein. Unter www.sbsc.ch/registrierung kann man sich auch online registrieren, das Testset erhält man dann per Post.

Hinweis

Die Registrierungsaktion am 30. Juli findet zwischen 12 und 18 Uhr im Kantonsspital Nidwalden statt. Weitere Informationen unter www.sbsc.ch/registrierung

Antworten zu Blutstammzellen

Nachfolgend Antworten zu ausgewählten Fragen, die im Facebook gestellt wurden:

  • Wo kann ich meine Blutstammzellen spenden?

Blutstammzellen-Spenden werden in der Schweiz in den Universitätskliniken Basel, Genf und Zürich durchgeführt. Beim Blutspendedienst (BSD) Zentralschweiz in Luzern werden die Interessierten auf Spendertauglichkeit getestet.

  • Kann ich spenden, wenn ich Blutverdünner einnehme?

Nein, solche Leute kommen dafür nicht in Frage.

  • Was hat es mit der Blutgruppe auf sich?

Die Blutgruppe spielt gemäss Rudolf Schwabe nur eine sehr untergeordnete Rolle.

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