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STANS: Kapuziner beschenken den Kanton Nidwalden

In einer schlichten Feier sind in der Kantonsbibliothek die Bücher der Kapuzinerbibliothek dem Kanton übergeben worden. Der Öffentlichkeit stehen davon rund 14000 Bücher zur Verfügung.
Sepp Odermatt
Projektleiter Heinz Nauer spricht mit Kapuziner Hanspeter Betschart. (Bild: Sepp Odermatt (Stans, 13. März 2018))

Projektleiter Heinz Nauer spricht mit Kapuziner Hanspeter Betschart. (Bild: Sepp Odermatt (Stans, 13. März 2018))

Sepp Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Rund 40000 Franken würde das wertvollste Buch der Kapuziner kosten; eine speziell nachkolorierte Bibel aus dem 15. Jahrhundert», erklärte Antiquar und Experte Gerhard Becker am vergangenen Dienstag gegenüber unserer Zeitung. Er tat dies im Rahmen der Schlussveranstaltung des Projekts «Aufarbeitung der Kapuzinerbibliothek Stans». Der Kanton habe mit der Übernahme der Kapuzinerbibliothek einerseits einen reichhaltigen kulturellen Schatz erhalten, andererseits sei es auch eine Verpflichtung, dazu Sorge zu tragen.

An der Veranstaltung «Aufarbeitung der Kapuzinerbibliothek Stans» begrüsste Brigitte Dönni, Leiterin der Kantonsbibliothek Nidwalden, die Gäste. Unter ihnen waren auch die Regierungsräte Ueli Amstad und Othmar Filliger, die sich über das grosszügige Geschenk der Kapuzinerbrüder freuten. «Von den 20000 Büchern stehen nach dem Sortieren und Katalogi­sieren noch rund 14000 oder 400 Laufmeter Buch an Buch für die Öffentlichkeit zur Verfügung», sagte Projektleiter Heinz Nauer. Es sei eine typische Ka­puzinerbibliothek gewesen. Man fände neben theologischen Werken viel Naturwissenschaftliches und auch die sogenannte «schöne Literatur».

Kapuziner bereicherten Nidwalden

Auch Stefan Zollinger, Amtsleiter Kultur, war begeistert: «Erst heute wird uns allen bewusst, dass die Stanser Kapuziner den Kanton über weite Strecken positiv beeinflusst und wichtige Beziehungen aufgebaut haben.» Das freute Hanspeter Betschart, eine bekannte Persönlichkeit unter den Kapuzinern. Der ehemalige Lehrer am Kollegi ist heute immer noch Dozent für Latein und Griechisch an der Universität in Luzern und hat selber einige Bücher geschrieben. Gerne erinnert er sich mit einer lustigen Anekdote an seine Zeit im Kapuzinerkloster in Stans: «1985 habe ich meine erste Matura in Latein abgenommen. Als Experte sass auch Doktor Balbi im Schulzimmer. Wahrscheinlich war es ihm etwas langweilig geworden. Auf jeden Fall schlief er plötzlich ein.»

Langweilig wird es der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Nadia Christen und der Leiterin Brigitte Dönni kaum. Denn sie werden jetzt die Verantwortung über die kostbaren Bücher der Kapuziner in der Kantonsbibliothek tragen.

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