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STANS: Künstler-Quartett lädt zum Staunen ein

Miteinander statt gegeneinander: Im Museum Frey-Näpflin zeigen vier unterschiedliche Künstler ihre Werke. An der Vernissage wurde auch eine weitere Zusammenarbeit bekannt.
Kurt Liembd
Stellen derzeit im Frey-Näpflin-Museum aus (von links): Thurry Schläpfer, Melk Imboden, Elionora Amstutz und Charlie Lutz. (Bild: Kurt Liemb/NZ)

Stellen derzeit im Frey-Näpflin-Museum aus (von links): Thurry Schläpfer, Melk Imboden, Elionora Amstutz und Charlie Lutz. (Bild: Kurt Liemb/NZ)

Die Stiftung Frey-Näpflin und das Nidwaldner Museum haben für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit beschlossen. Stiftungsrat und Regierungsrat haben bereits zugestimmt. Noch offen ist der «Segen» des Landrates. «Das ist eine echte und grosse Chance», sagte Stiftungspräsident Ueli Fässler an der Vernissage vom Freitag vor fast 150 Leuten. Zusammen mit dem Kanton solle die Idee der Frey-Näpflin-Stiftung im Winkelriedhaus neu aufleben, so der ehemaliger Luzerner Regierungsrat Ueli Fässler weiter. «Dank der Zusammenarbeit soll auch die Vergabe eines offiziellen Nidwaldner Kunstpreises lanciert werden.»

Vier Innerschweizer im Kollektiv

Apropos Zusammenarbeit: Einmal mehr ist Christoph Eckert, Kurator des Stanser Museums Frey-Näpflin, ein Coup ge­­lungen. Gleich vier Innerschweizer Künstler hat er zusammengebracht. Diese sind zwar sehr unterschiedlich, ergänzen sich im Kollektiv aber gut, ja sie vermögen künstlerisch gar zu potenzieren. Es sind Elionora Amstutz (58) aus Stans, Thurry Schläpfer (57) aus Luzern, Melchior Imboden (60) aus Buochs und Charlie Lutz (56) aus Sarnen. «Es ist ein spannendes Erlebnis, durch die Ausstellung zu flanieren», sagte Kurator Christoph Eckert an der Vernissage. Das bestätigten zahlreiche Besucher, denn noch nie zuvor konnten die vier Künstler gemeinsam bewundert werden.

Bronzeskulpturen und Fotografien

Elionora Amstutz, ausgebildete Dekorateurin und bekannt für ihre Bühnenbilder, Objekte und Bilder, zeigt für einmal schweres Material in Form von Bronzeskulpturen. Hier spielt sie mit der räumlichen Präsenz und nähert sich so an Lebensthemen und Stimmungen an, die über die Realität hinausgehen. Fotograf Melk Imboden zeigt Reisefotografien aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, so aus Marokko, Ägypten, Italien, Südamerika und Moskau. Dies als Gegenpol zu seinen Nidwaldner Gesichtern, dank denen er sehr bekannt wurde. Imboden unternahm in seinem Leben ausgedehnte Reisen vor allem nach Südamerika, wovon die zahlreichen Bilder zeugen.

Päpstin und Fabelwesen

Von ganz anderem Zuschnitt sind die Zeichnungen von Thurry Schläpfer. Gefertigt sind sie mit Tusche, Aquarell- und Airbrushfarben und tragen originelle Titel wie «Die neue Päpstin», «Vogelfrau», «Queen Abraxa» oder «Circusengel auf Tournee». Seine Bilder sind Symbol- und Traumwelten. Als Künstler lässt sich Schläpfer in keine Schublade stecken. In seinen Bildern tummeln sich tierische und menschliche Fabelwesen, Götter und Göttinnen, Vögel und Fische, oft gar mit einer Prise Humor. Der Vierte im Quartett ist Charlie Lutz. Der Obwaldner Künstler zeigt Arbeiten auf Leinwand und auf Papier, gemalt mit Acrylfarbe und Grafit. Thematisch arbeitet Lutz mit dem Sehen und Erkunden von Spuren, setzt in seinen Fragmenten Bezüge zum Menschen und seiner Umgebung. Dabei stellt er die Frage, was Sehen heisst und was wir wissen können, wenn wir sehen –über die andern und über uns selbst. Das macht seine Bilder so spannend: Charlie Lutz interessiert es, was der Betrachter seiner Bilder wahrnimmt und was es bei ihm auslöst.

Hinweis

Die Ausstellung im Frey-Näpflin-Museum dauert bis 15. Januar 2017. Öffnungszeiten: Samstag/Sonntag 14 bis 17 Uhr. Führungen auf Anmeldung auch für kleine Gruppen. Weitere Infos unter: www.freynaepflinstiftung.ch

Kurt Liemb

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