STANS: Landrat winkt Rechnung 2012 durch

Die Nidwaldner Staatsrechnung 2012 hat am Mittwoch im Landrat keine hohen Wellen geworfen. Das Parlament hat die Rechnung ohne grössere Diskussion einstimmig genehmigt.

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Der Nidwaldner Finanzdirektor Hugo Kayser (Bild: Archiv Geri Wyss / Neue NZ)

Der Nidwaldner Finanzdirektor Hugo Kayser (Bild: Archiv Geri Wyss / Neue NZ)

Der betriebliche Aufwand in der Erfolgsrechnung 2012 betrug 323,013 Mio. Franken. Der betriebliche Verlust von 19,549 Mio. Franken und das Finanzergebnis von 14,316 Mio. Franken ergaben einen operativen Verlust von 5,233 Mio. Franken. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 163'000 Franken. Budgetiert war ein Verlust.

Finanzdirektor Hugo Kayser sagte, die Rechnung sei schlechter als es auf den ersten Blick aussehe. Nidwalden lebe von der Substanz und verschulde sich wieder. Der Selbstfinanzierungsgrad betrage nur 27,5 Prozent. Der Kanton habe ein ungelöstes strukturelles Defizit.

Vom Erfolg des letzten Sparpakets zeigte sich der Finanzdirektor enttäuscht. Nidwalden stehe vor grossen Aufgaben, die Einnahmen würden aber stagnieren.

Die bürgerlichen Fraktionen stimmten dem Finanzdirektor grundsätzlich zu. Ruedi Waser (FDP, Hergiswil) sagte aber auch, dass die Verwaltung sehr schlank organisiert sei. Als Rezept für die Stärkung der Einnahmen empfahl Waser, die Steuerstrategie konsequent fortzusetzen.

Marianne Blättler (CVP, Hergiswil) sagte, Nidwalden habe 2012 weniger Eigenkapital abgebaut als budgetiert und habe somit noch Speck zum verbrennen.

Conrad Wagner (Grüne/SP, Stans) sagte, der Kanton sei gut aufgestellt. Er müsse seine Agilität für Investitionen nutzen, denn in den Planungen werde von einem starken Wachstum ausgegangen.

Diese Voten gefielen Viktor Baumgartner (CVP, Beckenried), Sprecher der Finanzkommission, nicht. Sie seien rosarot, kritisierte er. Es sei eine Illusion zu glauben, dass es so weitergehe wie bisher, und dass es schon gut herauskomme. (sda)