STANS: Lauf geht mitten durch Stans

In der 20. Ausgabe des Nidwaldnerlaufs nehmen die Läufer den Dorfplatz in Beschlag. Die Strecken­führung ist nicht die einzige Neuerung.

Matthias Piazza
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Der Nidwaldnerlauf findet heuer zum 20. Mal statt. (Archivbild Philipp Schmidli)

Der Nidwaldnerlauf findet heuer zum 20. Mal statt. (Archivbild Philipp Schmidli)

Matthias Piazza

Für die Jubiläumsausgabe des beliebten Nidwaldnerlaufes haben sich die Organisatoren etwas Spezielles einfallen lassen. Statt wie bis anhin Oberdorf nehmen die rund 500 Läuferinnen und Läufer am 20. Lauf vom 23. April Stans unter die Füsse. Je nach Kategorie sind verschiedene Distanzen auf zwei Rundkursen zu absolvieren. Alle bewältigen eine kleine Runde von 0,97 Kilometer mindestens einmal und laufen der Nägeligasse entlang bis zum Kreisel Karliplatz und auf der Stansstaderstrasse zurück zum Start- und Zielpunkt auf dem Stanser Dorfplatz.

Der Hauptlauf verläuft neu über die Distanz von 7,77 Kilometern: Nach der kleinen Startrunde gilt es, eine grosse Runde von 1,7 km zu absolvieren, welche via Engelbergerstrasse, Nägeligasse, Dorfplatz, Nägeligasse und Stansstader­strasse wiederum zum Festgelände auf den Dorfplatz führt.

Organisatorischer Kraftakt

Der Anstoss dazu kam aber nicht etwa vom durchführenden Leichtathletik-Verein Nidwalden, sondern von aussen. «Das Netzwerk Stans, eine Gruppierung aus Quartierbewohnern, Geschäften und Gemeindevertretern, fragte uns auf der Suche nach einer Belebung des Dorfplatzes an, ob wir nicht den Nidwaldnerlauf in Stans durchführen könnten», erzählt OK-Präsident René Hauser. Damit rannte die Gruppierung offene Türen ein. «Im Dorf haben wir viel mehr Publikum, das gibt mehr Stimmung und wird für die Teilnehmer ein ganz spezielles Erlebnis», begründet er die Zusage. Er weiss als ehemaliger Läufer nur zu gut, was eine publikumsträchtige Route ausmachen kann.

Die spezielle Routenführung bedeutet für das OK einen organisatorischen Kraftakt: Bewilligungen mussten bei Gemeinde und Polizei eingeholt, die betroffenen Geschäfte informiert werden. «Da wir den Lauf hier zum ersten Mal durchführten, war der Aufwand besonders gross.»

Auch muss der Verkehr geregelt werden, er wird zwischen 16.05 und 21.15 Uhr eingeschränkt sein. Insbesondere Autofahrer werden gebeten, ihr Fahrzeug in dieser Zeit möglichst in der Garage zu lassen. Die Strecke bezeichnet Hauser als ideal, da die meisten Teilnehmer Strassenläufer seien. «Und Kopfsteinpflaster gibts ja nur auf einem kurzen Abschnitt.»

Daneben gibts auch neue Kategorien. Nebst den Klassikern wie Familienlauf, Hauptklasse, Schüler, Senioren und 50+ können neu auch Firmen, Vereine und Behörden gemeinsam an den Start gehen. Für besondere Aufmerksamkeit dürfte die Kategorie Feuerwehr sorgen. Mindestens zu dritt müssen die Feuerwehrmänner in kompletter Brandschutzbekleidung und mit Atemschutzgerät eine einen Kilometer lange Strecke bewältigen. Für die Teilnehmer mehr als nur Spass, da dieser Lauf als Leistungstest anerkannt wird. Der kanto­nale Feuerwehrinspektor habe mit Freude von der neuen Kategorie Kenntnis genommen, weiss René Hauser.

Mehr Läufer erwartet als früher

Erste Anmeldungen sind bereits eingetroffen. Daraus lasse sich aber die definitive Teilnehmerzahl nicht ableiten, «denn die Hälfte der Teilnehmer meldet sich am Tag selber an». Wegen der Neuerungen erwartet Hauser aber mehr als die üblichen 500 Läufer.

Der Nidwaldnerlauf ist die grösste Laufveranstaltung im Kanton. Dass man aber nie an einen Luzerner Stadtlauf oder den Lucerne Marathon heran­komme, sei logisch – wegen des kleineren Budgets im niedrigen fünfstelligen Bereich auch nicht möglich und nicht erstrebenswert. «Als lokaler Lauf sprechen wir vor allem Schüler und Familien von hier an. Und das soll auch so bleiben.»

Hinweis

Weitere Informationen im Internet unter www.nidwaldnerlauf.ch