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STANS: Lawinenunfall am Stanserhorn ist erneut ein Fall fürs Bundesgericht

Das Bundesgericht muss erneut über das tödliche Lawinenunglück von 2012 am Stanserhorn befinden. Ein im Februar vom Nidwaldner Obergericht zum zweiten Mal wegen fahrlässiger Tötung verurteilter Bahnarbeiter hat Beschwerde eingereicht. Er verlangt einen Freispruch.
Am 24.02.2012 ereignete sich im Gebiet Bluematt/Chalcherli am Stanserhorn ein Lawinenniedergang. Dabei wurde ein 33-jähriger Mann verschüttet und getötet. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Am 24.02.2012 ereignete sich im Gebiet Bluematt/Chalcherli am Stanserhorn ein Lawinenniedergang. Dabei wurde ein 33-jähriger Mann verschüttet und getötet. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Die Beschwerde sei vergangene Woche beim Bundesgericht eingebracht worden, sagte Heinz Keller, Verwaltungsratspräsident der Stanserhorn-Bahn, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der Mitarbeiter und das Bahnunternehmen seien mit einzelnen Beurteilungen des Obergerichts grundsätzlich nicht einverstanden, sagte Keller. Dazu zählten insbesondere die Lawinensituation am Unglückstag sowie die Vorhersehbarkeit.

Beim Lawinenniedergang vom 24. Februar 2012 am Stanserhorn während Bauarbeiten zur neuen Cabrio-Bahn war ein 33-jähriger Baggerführer ums Leben gekommen. Daraufhin klagte die Staatsanwaltschaft den Sicherheitsverantwortlichen der Bahn sowie einen Forstwart wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht an.

Der Sicherheitsverantwortliche war im Februar 2016 vom Obergericht wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden. Es verurteilte den Mann zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 135 Franken bei einer Bewährungsfrist von zwei Jahren.

Das Obergericht beriet den Vorfall damals zum zweiten Mal. Das Bundesgericht hatte im Juli 2015 einen ersten Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung mangels ausführlicher Begründungen aufgehoben.

Forstwart freigesprochen

Im Februar hatte das Obergericht erklärt, der Mitarbeiter hätte den Lawinentod des Baggerführers verhindern können. Dem Sicherheitsverantwortlichen sei die gefährliche Lawinensituation bekannt gewesen. Er habe es aber unterlassen, die Arbeiter rechtzeitig und adäquat zu informieren.

So hatte der Bahnmitarbeiter sich für die Sperrung einer Forststrasse zum späteren Unfallort ausgesprochen. Den Hinweis zur nicht signalisierten Sperrung verschickte er am späteren Vorabend des Unfalls per Mail. Dieses erreichte die betroffenen Arbeiter nicht mehr.

Das erste Urteil in dem Fall fiel 2013. Das Kantonsgericht sprach in erster Instanz den Sicherheitsverantwortlichen und den Forstwart frei. Der Staatsanwalt zog das Urteil ans Obergericht weiter und erhielt im April 2014 teilweise Recht. Der Sicherheitsverantwortliche wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, der Forstwart hingegen rechtskräftig freigesprochen. (sda)

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