STANS: Lawinenunfall: Bahn geht vor Bundesgericht

Von fahrlässiger Tötung beim Lawinen­unfall im Jahr 2012 will man bei der Stanserhorn-Bahn nichts wissen. Sie hat das Urteil gegen ihren Mitarbeiter angefochten.

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Heinz Keller, Verwaltungsratspräsident. (Bild: Christoph Riebli / Neue LZ)

Heinz Keller, Verwaltungsratspräsident. (Bild: Christoph Riebli / Neue LZ)

«Wir sind mit dem Urteil nicht einverstanden», sagt Heinz Keller, Verwaltungsratspräsident der Stanserhorn-Bahn, zum Urteil des Nidwaldner Obergerichts. Dieses hat im Frühling dieses Jahres in zweiter Instanz den Seilbahnfachmann der Stanserhorn-Bahn der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.

Beim Lawinenunglück im Februar 2012 kam sein 33-jähriger Arbeitskollege ums Leben. «Wir haben Beschwerde beim Bundesgericht mit dem Antrag auf Freispruch eingereicht.» Man sei im Urteil mit einer Reihe von Punkten nicht einverstanden. Grundsätzlich vertrete man den Standpunkt des Kantonsgerichts, welches den Mann freigesprochen hat.

Man sei zuversichtlich, dass das Bundesgericht auch in diesem Sinne entscheide. Wann mit dem Urteil des Bundesgerichts aus Lausanne zu rechnen sei, sei noch nicht abschätzbar.

red

Rot eingezeichnet ist die Stelle, wo sich am 24. Februar 2012 am Stanserhorn die Lawine gelöst hatte. Es ist das Gebiet Bluematt/Chalcherli. (Bild Kantonspolizei Nidwalden)

Rot eingezeichnet ist die Stelle, wo sich am 24. Februar 2012 am Stanserhorn die Lawine gelöst hatte. Es ist das Gebiet Bluematt/Chalcherli. (Bild Kantonspolizei Nidwalden)

Die Lawine riss den Bagger und den Mitarbeiter mit. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Die Lawine riss den Bagger und den Mitarbeiter mit. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)