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STANS: Literarischer Parcours für Annemarie von Matt

Das Literaturhaus Zentralschweiz ehrt die vor 50 Jahren verstorbene Künstlerin Annemarie von Matt mit einem literarisch-musikalischen Parcours. Von Matt, die als bildende Künstlerin reüssiert hatte, ist postum auch als Schriftstellerin entdeckt worden.
Annemarie von Matt beim Malen um 1940. (Bild: Nidwaldner Museum)

Annemarie von Matt beim Malen um 1940. (Bild: Nidwaldner Museum)

Die Hommage findet am heutigen Dienstagabend im Theater Stans statt. Im Zentrum stehe das schriftstellerische Oeuvre von Matts, das zu ihren Lebzeiten nie veröffentlicht worden sei, teilte das Literaturhaus Zentralschweiz mit.

Die für den Abend von Buschi Luginbühl und Roger Perret zusammengestellten Briefe, Notate, Gedichte und Notizen sollen die Vielseitigkeit von von Matts Schaffen zeigen. Einer ihrer bekanntesten Aphorismen – «Nicht alles was vergeht ist vergangen» – ist zugleich der Titel der Hommage. Für die Musik besorgt war die Sängerin Isa Wiss, Franziska Senn und Philipp Langenegger sprechen die Texte.

Autodidaktin

Annemarie Gunz war 1905 in Root LU geboren worden. Sie war Autodidaktin und kam über das Kunstgewerbe zur Kunst. 1935 heiratete sie den Nidwaldner Bildhauer Hans von Matt und lebte fortan in Stans.

In den 1940-er Jahren verliebte sie sich in den Priester und Schriftsteller Josef Vital Kopp. Unter seinem Einfluss begann sie zu schreiben. Es folgten der totale Rückzug, Krankheit und Verwahrlosung. 1967 starb sie vereinsamt.

Im Werk von Matts kristallisierten sich nicht nur künstlerische Tendenzen der ersten Jahrhunderthälfte (Art Déco, Surrealismus, Art brut), sondern auch die Tradition katholischer Volksfrömmigkeit und experimentelle Literatur. Schon früh entwickelte sie ihre «individuelle Mythologie». In ihren Objekten vermischte sich die Grenze zwischen Werk und Alltag zusehends.

Das Literaturhaus bezeichnet von Matt als «eigensinnige Persönlichkeit». Sie selbst sagte in einem Aphorismus: «Ich bin nicht verrückt sondern nur zu stark gesegnet».

sda

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