STANS: Marcus I. lässt dritte Gotthardröhre bauen

Frohsinnvater Marcus I. hat das Zepter übernommen und die Regentschaft mit Frohsinnmutter Andrea angetreten.

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Es wird herumkutschiert: das Frohsinn-Paar Marcus Risi und Andrea Husistein. (Bild Franz Niederberger)

Es wird herumkutschiert: das Frohsinn-Paar Marcus Risi und Andrea Husistein. (Bild Franz Niederberger)

Franz Niederberger

Es herrschte ein emsiges Treiben am Sonntag im Pestalozzi-Saal in Stans. Die vielen unverwechselbaren Hüte mit der Dreiecksform und die tollen Roben verrieten: Die Inthronisation ist einer der vielen Höhepunkte für die Frohsinngesellschaft. Mit Standing Ovations und Fanfarenklängen begrüssten die vielen Mitglieder der Frohsinngesellschaft Stans und Vertreter aus Behörden und Politik die beiden Protagonisten: den werdenden Frohsinnvater Marcus I. sowie den scheidenden Eugen I.

Marcus I. musste sich allerdings in Geduld üben. Im streng protokollarisch festgelegten Ablauf zog der immer noch amtierende Frohsinnvater vor seiner Aussetzung sämtliche Register, ganz im Sinne des frohen Sinnes. Eugen I. liess es sich nicht nehmen, humorvoll einige Highlights zum Besten zu geben, die sein Jahr als Frohsinnvater prägten.

«Alles hed drey Seytä»

Mit der feierlichen Einkleidung mit Mantel, Hut und Kette sowie der Übergabe des Zepters schlug die grosse Stunde von Marcus Risi als neuem Frohsinnvater Marcus I. Eingehend befasste sich Zeremonienchef Marlon Imobersteg in der Proklamation mit dem Lebenslauf des ab sofort regierungsfähigen Frohsinnvaters.

Ganz im Sinne der beruflichen Tätigkeit von Marcus I., er ist Inhaber einer 3-D-Druckerei, dreht sich während seiner Amtszeit vieles um die Zahl drei. So wird die Planung der zweiten Gotthardröhre gestoppt. Gebaut werden zwei weitere. Die dritte Gotthardröhre ist dann für Motorradfahrer reserviert. Gegeben ist auch das Motto für die kommende Narrenzeit, «alles hed drey Seytä».

«Sprachlos gemacht»

In seiner Antrittsrede liess Marcus I. durchblicken, dass er sich erst jetzt so richtig bewusst sei, was es bedeute, als Frohsinnvater amten zu dürfen. «Es braucht viel, bis es mir die Sprache verschlägt, aber was seit meiner Wahl am 8. Dezember schon so alles los gewesen ist, hat mich schon manchmal sprachlos gemacht.» Ihm sei aber auch bewusst, dass das Amt des Frohsinnvaters nicht nur Festlichkeiten beinhalte, sondern auch sehr viel soziales Engagement. Er freut sich zusammen mit Frohsinnmutter Andrea auf viele schöne und erlebnisreiche Stunden. Er wünscht allen eine tolle Fasnacht und erklärt in diesem Sinne «die Stanser Fasnacht 2016 für eröffnet».

Mit der Pferdekutsche wurde das Frohsinnpaar Marcus und Andrea anschliessend zum Turmattsaal chauffiert, wo dann die traditionelle Feier über die Bühne ging.