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STANS: Mit Hänsel und Gretel im Zauberwald

Die Märli-Biini spielt dieses Jahr «Hänsel und Gretel». Regisseur Beppi Baggenstos inszeniert das Grimm-Märchen auf seine Art. Zwei Zwölfjährige spielen die Hauptrollen.
Marion Wannemacher
Nicolas Mathis und Martina Kiser spielen Hänsel und Gretel, flankiert von «Mutter» Andrea Rey und «Vater» Beat Barmettler. (Bild Marion Wannemacher)

Nicolas Mathis und Martina Kiser spielen Hänsel und Gretel, flankiert von «Mutter» Andrea Rey und «Vater» Beat Barmettler. (Bild Marion Wannemacher)

Marion Wannemacher

«Auf die Premiere freue ich mich sehr, weil so viele ‹verreckte› Leute um mich rum sind, ich freu mich auf die volksverbundene Sprache, die Musik, die Bilder», sagt Beppi Baggenstos an der Konzeptvorstellung der Märli-Biini. Die gibt jedes Jahr den offiziellen Startschuss in die neue Theatersaison und soll die Aktiven inspirieren. Beppi Baggenstos jedenfalls ist es gelungen, seine Truppe mitzureissen.

«Hänsel und Gretel» entstaubt

Mit «Hänsel und Gretel» wagt sich die Märli-Biini dieses Jahr an eines der klassischen Grimm-Märchen. Baggen­stos, der das Märli als kleiner Bub in Stans in einer Aufführung vom Blauring gesehen hat, hat dazu eine emotionale Verbindung. Er weiss aber auch um die Herausforderung: «Es geht um Eltern, die ein Kind verstossen. Das ist nicht so ganz zeitgemäss.» Baggenstos, der 2012 «Das Blaue Licht» an der Märli-Biini inszeniert hat, nimmt das Märchen als Grundlage, entstaubt es aber und erfindet neue Figuren.

Hänsel und Gretel sind bei Baggen­stos zwei aufgeweckte Kinder, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen. Sie wollen in den Zauberwald zur Hexe (Bé Barmettler) und so der Armut ihrer Eltern Abhilfe schaffen. Neu bei der Märli-Biini: Zwei Kinder spielen die Hauptrollen. Mit Martina Kiser aus Ennetmoos und Nicolas Mathis aus Wolfenschiessen habe er zwei «unbeschriebene Blätter» gefunden, freut sich der Regisseur. Tatsächlich haben beide nahezu keine Spiel-Erfahrung. Sie spiele einfach mit den Nachbarskindern vor Eltern und Verwandten jeden Sommer Theater, erzählt Martina. Dass sie unter so vielen für das Gretel von Profi Baggenstos ausgewählt wurde, habe sie «mega» gefreut. Im breitesten Wolfenschiesser Dialekt antwortet Nicolas, er habe schon mal «eppis Kleyses» in der Schule gespielt. Angst vor der Premiere, wenn das Licht ausgeht und 317 Zuschauer erwartungsvoll nach oben schauen? «Nein, ich freu mich drauf und finde es megacool, vor so viel Leuten zu spielen.»

Umstrukturierungen im Vorstand

46 Interessenten seien zum Casting gekommen, berichtet Maria Joller. «Wir wollten frisches Blut.» Umstrukturierungen sorgen auch im Vorstand für frischen Wind, wie Präsidentin Carmen Muntwyler bestätigt. Maria Joller, die bislang in der Produktionsleitung tätig war, zieht sich aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand zurück, arbeitet aber dieses Jahr . Der langjährige Bühnenverantwortliche Andy Kaufmann wird dieses Jahr sporadisch durch Tommy Barmettler ersetzt. Auch Anita Odermatt, die Beiz und Dekoration und den Gastrobereich unter sich hatte, geht. «Wir verlieren einen Drittel des Vorstands», bedauert Carmen Muntwyler. Es sei schwierig, auf freiwilliger Basis neue Leute zu finden, sagt sie.

«Das Produktionsteam ist Märli-Biini-erprobt», betont Produktionsleiter Adi Murer. «Dieses Jahr gibt es keine Experimente», betont er. Im vergangenen Jahr hatte die Erkrankung des Regisseurs Stefan Camenzind in den letzten Wochen vor der Aufführung für Stress gesorgt.

Baggenstos gestaltet auch Bühne

Das Publikum darf sich jedenfalls auf ein spannendes Märli freuen. Baggen­stos wäre nicht Baggenstos, wenn er nicht Überraschungen auf Lager hätte: Hänsel und Gretel erleben Begegnungen im Zauberwald mit einem Fuchs, der vergessen hat, was er gestohlen hat (Kerstin Flühler), einem armseligen Chrischbäimli (Anna Minutella), das von Weihnachten in einer Stube träumt, und einem schleimigen Schnägg (Carla Minutella), der sich auf besondere Art fortbewegt.

Für das Bühnenbild zeichnet der Regisseur verantwortlich. Es soll einfach und funktional sein: Jede Menge Holz auf dem Boden in Form von Schnitzeln und im Raum mit Teilen von Baumstämmen sorgt für ein urchiges Flair. Elemente dazwischen lassen sich durch die Beleuchtung verschiedenfarbig in Szene setzen. Ueli Binggeli sorgt für das Lichtkonzept. Stefan Wieland als musikalischer Leiter stellt sich eine volkstümliche Musik mit symphonischen Anklängen vor.

Hinweis

Spielzeit vom 24. September bis 19. November, Start Vorverkauf 3. September. Informationen unter www.maerli-biini.ch

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